Morgen tritt Fiserv-CEO Mike Lyons beim Wolfe Fintech Forum auf – und der Druck könnte kaum größer sein. Aktivistischer Investor Jana Partners hat einen Anteil aufgebaut und fordert strategische Korrekturen. Die Aktie hat sich von einem Kursrückgang von über 67 Prozent im Jahr 2025 noch nicht erholt.

Jana Partners mischt sich ein

Im vergangenen Monat wurde bekannt, dass Jana Partners rund 2,2 Millionen Aktien von Fiserv erworben hat – ein Anteil von unter einem Prozent. Laut einem Bericht des Wall Street Journal führt der Hedgefonds bereits Gespräche mit dem Unternehmen und drängt auf konkrete Schritte zur Kurserholung.

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Jana unterstützt grundsätzlich den Kurs von CEO Lyons, fordert aber eine Beschleunigung des Kernbankgeschäfts sowie eine strategische Überprüfung nicht zum Kerngeschäft gehörender Vermögenswerte. Eine Aufspaltung des Unternehmens – wie Jana sie 2022 bei Fidelity National Information Services durchsetzte – ist diesmal offenbar nicht geplant. Am Tag der Bekanntgabe stieg die Fiserv-Aktie um 6,9 Prozent auf 63,45 US-Dollar. Seit Jahresbeginn liegt das Papier dennoch rund zwölf Prozent im Minus.

Transformation unter neuem Führungsteam

Lyons übernahm die CEO-Position im Mai 2025 und hat seitdem einen umfassenden Umbau eingeleitet: neuer CFO, unabhängige Boardmitglieder, ein überarbeitetes strategisches Programm. Unter dem Titel „One Fiserv" sollen Abläufe gestrafft, neue Großkunden gewonnen und das Kernbankgeschäft gestärkt werden.

Zur Wachstumsstrategie gehören eine KI-Partnerschaft mit IBM sowie der Ausbau der Clover-Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen. Im Februar kam mit INDX eine Echtzeit-Abrechnungsplattform für digitale Assets hinzu, über die Dollar sicher verwahrt und transferiert werden können.

Zahlen und Margenentwicklung

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Fiserv einen Umsatz von 21,19 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn stieg um 11,15 Prozent auf 3,48 Milliarden Dollar. Die bereinigte operative Marge lag bei 37,4 Prozent, was einem Rückgang von 200 Basispunkten entsprach.

Für 2026 prognostiziert das Management eine Marge von rund 34 Prozent und ein organisches Umsatzwachstum zwischen einem und drei Prozent. Im ersten Quartal 2026 soll die Marge vorübergehend unter 30 Prozent fallen, bevor sie bis zum vierten Quartal auf 35 bis 36 Prozent ansteigt. Das interne Effizienzprogramm „Project Elevate" soll dabei helfen, Prozesse zu vereinfachen und KI stärker einzusetzen.

Im Merchant-Segment wuchs das Volumen kleiner Unternehmen im vierten Quartal 2025 um sieben Prozent. Der Anteil von Clovers Mehrwertdiensten am Umsatz stieg um fünf Prozentpunkte auf 27 Prozent.

Morgen im Fokus

Die Präsentation beim Wolfe Fintech Forum morgen wird der erste öffentliche Auftritt von Lyons und CFO Paul Todd seit der Bekanntgabe des Jana-Anteils sein. Institutionelle Investoren werden genau darauf achten, wie konkret das Management Fortschritte beim „One Fiserv"-Plan belegen kann und welche Signale zur Margenentwicklung im laufenden Jahr gegeben werden. Am 18. März folgt ein weiterer Auftritt von Lyons beim Wells Fargo Payments/Fintech Symposium.

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