Nach einem dramatischen Kurssturz im vierten Quartal endete das Börsenjahr 2025 für Fiserv mit einem leisen Hoffnungsschimmer. Während viele Privatanleger noch die Wunden der massiven Gewinnwarnung vom Oktober lecken, positionieren sich institutionelle Investoren und Analysten bereits für ein mögliches Comeback. Die Diskrepanz zwischen dem gedrückten Kursniveau und den Aktivitäten im Hintergrund ist auffällig:

  • Analysten-Support: Tigress Financial bestätigte zum Jahreswechsel das Kursziel von 95 US-Dollar.
  • Institutionelle Käufe: Großinvestoren stockten ihre Positionen zuletzt massiv auf.
  • Termindruck: Eine wichtige juristische Frist läuft in wenigen Tagen ab.

Wette auf die Wende

Pünktlich zum letzten Handelstag des Jahres bekräftigte Tigress Financial am Mittwoch die "Buy"-Einstufung für den Fintech-Konzern. Die Analysten bewerten die niedrige Bewertung nach dem Ausverkauf als Gelegenheit und setzen auf die neue KI-Strategie des Unternehmens. Parallel dazu zeigen aktuelle Pflichtmitteilungen, dass professionelle Marktteilnehmer die Kursschwäche aggressiv zum Einstieg nutzten.

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So vervielfachte JB Capital seine Position im dritten Quartal um über 2.000 Prozent, und auch Generate Investment Management baute den Bestand um 86 Prozent aus. Besonders beachtet wird der Einstieg von Appaloosa Management: Der Hedgefonds von David Tepper hält nun Anteile im Wert von fast 120 Millionen US-Dollar. Diese Transaktionen stehen im klaren Kontrast zur allgemeinen Marktstimmung nach der Prognosekürzung im Oktober.

Hoffnungsträger KI und juristische Hürden

Die optimistische Haltung einiger Experten stützt sich auf die strategische Neuausrichtung hin zum "Agentic Commerce". Fiserv kündigte kurz vor Weihnachten Kooperationen mit Visa und Mastercard an, um KI-gestützte Zahlungsautorisierungen zu implementieren. Marktbeobachter sehen hierin eine margenstarke Einnahmequelle, die den Preisdruck im klassischen Abwicklungsgeschäft kompensieren könnte.

Doch die Risiken bleiben akut. Der Aktienkurs, der am Mittwoch bei rund 67,50 US-Dollar schloss, notiert weit unter der 200-Tage-Linie von 117 US-Dollar. Ursache ist der Vertrauensverlust vom 29. Oktober, als die Papiere nach einer verfehlten Prognose rund 44 Prozent an Wert verloren hatten. Das Management musste einräumen, dass frühere Ziele auf schwer erreichbaren Annahmen basierten. Aktuell häufen sich daher die Aufrufe zu Sammelklagen, was die Volatilität hochhält.

Blick auf den Kalender

Der Start ins Börsenjahr 2026 wird von einem konkreten Datum bestimmt: Am 5. Januar endet die Frist für Investoren, sich als Hauptkläger der Sammelklage zu registrieren. Erst nach Verstreichen dieses Termins dürfte sich der Fokus der Märkte wieder stärker auf die operative Entwicklung und die Integration der jüngsten Übernahme von StoneCastle richten. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von gut 10 handelt die Aktie auf einem historisch niedrigen Niveau.

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