Daniel Ives von Wedbush hat sein Kursziel für Apple auf 350 US-Dollar angehoben – das höchste an der Wall Street. Der Analyst sieht den iPhone-Konzern am Beginn eines KI-getriebenen Upgrade-Zyklus, während Apple gleichzeitig seine größte Produktoffensive seit Jahren startet. Sieben neue Geräte in einer Woche – kann das den Kurs weiter antreiben?

Wedbush setzt neue Maßstäbe

Am 6. März 2026 hob Wedbush-Analyst Daniel Ives sein Kursziel für Apple auf 350 US-Dollar an und bekräftigte sein "Outperform"-Rating. Beim aktuellen Kurs von rund 260 Dollar entspricht das einem Aufwärtspotenzial von etwa 34 Prozent. Ives verweist auf die erweiterte Mac-Produktpalette mit den neuen M5-Chips als zentralen Wachstumstreiber. Die breite Aufstellung – von High-End-Laptops bis zum Einstiegsmodell – könnte die Nutzerbasis deutlich vergrößern und dem Mac-Geschäft zusätzlichen Schwung verleihen.

Sieben Produkte in drei Tagen

Zwischen Montag und Mittwoch enthüllte Apple sieben neue Produkte, darunter günstige iPhone- und MacBook-Varianten, neue Displays sowie überarbeitete Versionen von MacBook Air, MacBook Pro und iPad Air. Der Marktstart aller Geräte ist für den 11. März angesetzt.

Besonders im Fokus: das MacBook Neo, Apples bisher günstigster Laptop. Für 599 Dollar – im Bildungsbereich sogar für 499 Dollar – bietet das 13-Zoll-Gerät den A18 Pro Chip, der bereits im iPhone 16 Pro zum Einsatz kam. Erstmals setzt Apple damit auf einen iPhone-Prozessor in einem Mac. Ives hebt hervor, dass fast die Hälfte aller Mac-Käufer Neukunden sind – ein Zeichen dafür, dass Apple die Plattform aktiv ausweitet.

Beim iPhone 17e verdoppelte Apple die Speicherkapazität auf 256 GB, hielt den Startpreis aber bei 599 Dollar – trotz stark gestiegener Chip-Kosten durch die KI-Nachfrage. Ein Signal, dass Apple entschlossen ist, Marktanteile zu gewinnen.

Das iPad Air mit M4-Chip verspricht bis zu 30 Prozent mehr Leistung gegenüber dem Vorgänger und bleibt preislich unverändert.

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Starke Quartalszahlen als Basis

Die jüngsten Quartalszahlen vom 29. Januar lieferten überzeugende Argumente: Apple meldete einen Gewinn je Aktie von 2,84 Dollar – 17 Cent über den Erwartungen. Der Umsatz stieg um 15,7 Prozent auf 143,76 Milliarden Dollar und übertraf die Prognose von 138,25 Milliarden Dollar deutlich. Die iPhone-Verkäufe kletterten im Schlussquartal 2025 um 23 Prozent auf 85,3 Milliarden Dollar.

Apple weist derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 3,8 Billionen Dollar auf, bei einer Bruttomarge von 47,33 Prozent und einer Nettomarge von 26,93 Prozent.

KI-Strategie mit Fragezeichen

Das iPhone 17 verkauft sich so stark, dass Lieferengpässe die Bremse sind – nicht die Nachfrage. Apple hat zudem eine mehrjährige Partnerschaft mit Google geschlossen, um Gemini-gestützte KI in Siri und Apple Intelligence zu integrieren.

Wedbush warnt jedoch vor möglichen Verzögerungen: Zentrale Siri-Funktionen könnten sich von iOS 26.4 (März) auf iOS 26.5 (Mai) verschieben, einige Features eventuell erst mit iOS 27 im September kommen. Für Herbst 2026 wird zudem das erste faltbare iPhone erwartet – mit einem buchartigen Design und etwa 7,8 Zoll Displaydiagonale.

Analystenkonsens und institutionelle Anleger

An der Wall Street herrscht ein "Moderate Buy"-Konsens mit 15 Kaufempfehlungen, neun Halten-Ratings und einer Verkaufsempfehlung. Das durchschnittliche Kursziel von 306,12 Dollar impliziert ein Aufwärtspotenzial von 17,6 Prozent. Institutionelle Investoren bleiben stark engagiert, auch wenn einige Hedgefonds Positionen wegen des Kurs-Gewinn-Verhältnisses von rund 32 reduziert haben.

Regulatorische Herausforderungen

Apple steht unter Druck der EU-Regulierer – die Strafe von 500 Millionen Euro wegen Wettbewerbsverstößen zeigt die Risiken des geschlossenen Ökosystems. Am 1. März 2026 trat Jennifer Newstead, zuvor bei Meta, als neue Chefjuristin an – ein Zeichen, dass Apple seine rechtliche Verteidigung verstärken will.

Ausblick auf die kommenden Monate

Für das laufende Quartal peilt Apple ein Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent an. Entscheidend wird, ob die KI-Features nachhaltige Upgrade-Wellen auslösen oder nur kurzfristige Effekte bringen. Wedbush sieht in Siri eine Art Lackmustest – Verzögerungen wären laut Ives "eine Belastung" für die Aktie. Die nächsten Quartalszahlen werden für den 29. April erwartet.

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