Ferrexpo kämpft mit einem massiven Liquiditätsengpass. Die Barreserven des Bergbauunternehmens schrumpfen so schnell, dass sie voraussichtlich nur noch bis Ende Juni 2026 ausreichen werden. Um den Fortbestand der ukrainischen Eisenerzförderung zu sichern, prüft das Management nun eine dringende Kapitalerhöhung.

Ursachen der Liquiditätskrise

Die finanzielle Lage hat sich im ersten Quartal 2026 drastisch verschlechtert. Zum 31. März verfügte Ferrexpo nur noch über liquide Mittel in Höhe von etwa 22 Millionen USD – Ende 2025 waren es noch 47 Millionen USD. Ein Teil dieses Geldes ist derzeit schwer zugänglich, da es bei der MBaer Merchant Bank AG liegt, die sich im Prozess der Schließung befindet.

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Besonders schwer wiegt jedoch ein Problem mit den ukrainischen Behörden. Ferrexpo wartet auf die Rückerstattung von Mehrwertsteuerguthaben in Höhe von rund 80 Millionen USD. Diese ausstehenden Zahlungen reißen eine tiefe Lücke in die Bilanz und zwingen das Unternehmen dazu, aktiv nach neuen Finanzierungsoptionen zu suchen.

Operative Erholung unter Vorbehalt

Trotz der finanziellen Schieflage gibt es kleine Fortschritte in der Produktion. Nachdem Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur im Januar zu einem vorübergehenden Stillstand führten, ist inzwischen eine Pelletlinie wieder in Betrieb. Dennoch bleibt die Lage aufgrund der unsicheren Energieversorgung und der knappen Kasse fragil.

Aufgrund der laufenden Prüfung der finanziellen Stabilität hat Ferrexpo die Veröffentlichung der Jahresergebnisse für 2025 verschoben. Die vollständigen Berichte sollen nun bis zum 30. April 2026 vorliegen. Anleger an der Londoner Börse reagierten heute alarmiert auf die Nachricht über den schwindenden Kapitalvorrat; der Kurs brach zeitweise bis auf ein Tagestief von 38 Pence ein.

Die Veröffentlichung der geprüften Jahreszahlen am 30. April wird Klarheit darüber bringen, unter welchen Bedingungen Ferrexpo die drohende Finanzierungslücke schließen will. Eine Kapitalerhöhung gilt derzeit als der wahrscheinlichste Weg, um den Zeitraum bis zum erhofften Eingang der ausstehenden Steuererstattungen zu überbrücken.

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