FedEx Aktie: Starke Zahlen, verhaltene Reaktion
Das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres war für FedEx bemerkenswert stark — und trotzdem ließ die Börse die Champagnerkorken vorerst im Kühler. Während die Ergebnisse die Erwartungen der Analysten deutlich übertrafen, gab die Aktie im vorbörslichen Handel um knapp 1,4 Prozent auf rund 345 Dollar nach.
Der Grund liegt auf der Hand: Nach einem Kursanstieg von 55 Prozent in nur sechs Monaten und einem Jahresplus von 24 Prozent haben viele Investoren das Gute längst eingepreist.
Rekordsaison treibt Gewinnsprung
Die Zahlen selbst sind eindrucksvoll. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte im Quartal, das Ende Februar abschloss, auf 5,25 Dollar — ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und rund 27 Prozent über den durchschnittlichen Analystenschätzungen. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 24 Milliarden Dollar.
Kern des Wachstums war das Paket- und Expressgeschäft. Das Segment Federal Express legte beim Umsatz um 10 Prozent zu, getragen von starkem Wachstum auf den Routen zwischen Asien und Europa sowie im margenstarken B2B-Bereich. Rund die Hälfte des Umsatzwachstums stammte aus Unternehmenslieferungen in Branchen wie Gesundheit, Automotive und Rechenzentren. Das Inlandsumsatz im US-Paketgeschäft erreichte den höchsten Wert seit dem Geschäftsjahr 2022.
CEO Raj Subramaniam sprach von der profitabelsten Hochsaison in der Unternehmensgeschichte — und betonte, dass die verbesserten Planungsmethoden und die frühen Effizienzgewinne aus dem laufenden Netzwerkumbau „Network 2.0" keine Einmaleffekte seien, sondern strukturelle Verbesserungen.
Einen Wermutstropfen lieferte das Frachtgeschäft: Der Bereich FedEx Freight verzeichnete einen Umsatzrückgang von 5 Prozent auf 2 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis brach um 49 Prozent ein. Schwache Nachfrage im Stückgutmarkt sowie Kosten im Zusammenhang mit der geplanten Abspaltung belasteten die Zahlen.
Prognose angehoben, Irankonflikt im Blick
Auf Basis der starken Quartalsergebnisse hob FedEx seine Jahreszielspanne für den bereinigten Gewinn je Aktie auf 19,30 bis 20,10 Dollar an — gegenüber der bisherigen Spanne von 17,80 bis 19,00 Dollar. Analysten hatten im Schnitt lediglich 18,69 Dollar erwartet. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen nun mit einem Wachstum von 6,0 bis 6,5 Prozent, nach zuvor 5 bis 6 Prozent.
Eingetrübt wird der Ausblick durch den Konflikt im Nahen Osten. Angriffe auf Ölanlagen haben den Rohölpreis auf über 100 Dollar je Barrel getrieben und belasten die Kerosinpreise. Rund 8 Prozent des internationalen Exportvolumens von FedEx laufen durch Drehkreuze in der betroffenen Region. Bislang hielten sich die operativen Auswirkungen jedoch in Grenzen: Die ersten beiden Märzwochen verliefen nach Unternehmensangaben im Einklang mit den Erwartungen. Die Treibstoffzuschläge, die wöchentlich an aktuelle Preise angepasst werden, sollen die Marge schützen.
Die geplante Abspaltung von FedEx Freight zum 1. Juni bleibt unterdessen auf Kurs. Das neue Unternehmen soll unter dem Kürzel FDXF an der New Yorker Börse notieren; ein eigener Investorentag ist für den 8. April in New York geplant. Im Januar hatte FedEx Freight bereits erfolgreich eine Anleihe über 3,7 Milliarden Dollar platziert — ein wichtiger Meilenstein vor der Trennung.
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