Fair Isaac hat die Erwartungen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 deutlich übertroffen. Besonders das Kerngeschäft mit Kredit-Scores sorgte für zweistellige Wachstumsraten und überzeugte bei Umsatz sowie Gewinn. Doch trotz der starken operativen Performance blieb die Kursreaktion verhalten – warum konnten die Zahlen die Anleger nicht vollständig begeistern?

  • Umsatz: 512 Mio. USD (+16 % zum Vorjahr)
  • Bereinigter Gewinn (EPS): 7,33 USD (Konsens: 7,07 USD)
  • Wachstum Scores-Sparte: +29 %
  • Wiederkehrende Software-Umsätze (ARR): +33 %

Wachstumstreiber Kredit-Scores

Der Gesamtumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 512 Millionen US-Dollar. Maßgeblich verantwortlich für diesen Anstieg war das Segment „Scores“, dessen Erlöse um 29 % auf 305 Millionen US-Dollar sprangen. Innerhalb dieser Sparte erwies sich das B2B-Geschäft als stärkster Motor: Ein Umsatzplus von 36 % resultierte primär aus Preisanpassungen und einem gestiegenen Volumen bei Score-Abfragen für Hypotheken. Das Endkundengeschäft (B2C) wuchs im gleichen Zeitraum moderat um 5 %.

Auf der Ergebnisseite meldete das Unternehmen einen bereinigten Nettogewinn von 176 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von 22 % entspricht. Mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 7,33 US-Dollar lag Fair Isaac signifikant über der durchschnittlichen Analystenschätzung.

Dynamik bei Software-Plattformen

Im Software-Bereich fiel das Gesamtwachstum mit einem Plus von 2 % auf 207 Millionen US-Dollar zwar schwächer aus, doch unter der Oberfläche zeigen sich positive Trends. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (Annual Recurring Revenue, ARR) für die Software-Plattform wuchsen um beachtliche 33 %. Dies deutet auf eine erfolgreiche Umstellung auf planbare Erlösmodelle hin.

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Parallel dazu setzte das Unternehmen seine Strategie der Kapitalrückführung fort. Im abgelaufenen Quartal kaufte Fair Isaac 95.000 eigene Anteile zu einem Durchschnittspreis von 1.707 US-Dollar zurück. Der freie Cashflow belief sich im Berichtzeitraum auf 165 Millionen US-Dollar.

Ausblick und Marktreaktion

Trotz der positiven Überraschung bei den Quartalszahlen reagierte der Markt zurückhaltend; die Aktie gab nachbörslich um etwa 1,2 % nach. Marktbeobachter führen dies darauf zurück, dass das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026 lediglich bestätigte, statt sie anzuheben. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Jahresumsatz von 2,35 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn von 38,17 US-Dollar je Aktie.

Die nächste Gelegenheit für neue Impulse bietet die Fachkonferenz „FICO World 2026“, die vom 19. bis 22. Mai in Orlando stattfindet. Dort werden detailliertere Einblicke in die strategische Ausrichtung und technologische Weiterentwicklungen erwartet.

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