Die Sperrung der Straße von Hormus hat die Energiemärkte in Aufruhr versetzt — und ExxonMobil gehört zu den größten Profiteuren. Während Anleger die geopolitischen Risiken abwägen, laufen die Kassen des Ölkonzerns auf Hochtouren.

Ölpreisschock treibt Einnahmen

Reuters-Berechnungen zufolge könnte ExxonMobil allein im März rund 5,1 Milliarden Dollar an Zusatzeinnahmen erzielen. Grundlage dieser Schätzung: ein Preisanstieg von 33 Dollar je Barrel gegenüber dem Februar-Durchschnitt sowie eine Tagesproduktion von rund 5 Millionen Barrel. Brent-Rohöl notierte im März durchschnittlich bei etwa 97 Dollar — ein Plus von 33 Prozent gegenüber den rund 69 Dollar im Vormonat.

Auslöser war die Unterbrechung von rund einem Fünftel des weltweiten Ölangebots durch die Hormuz-Straße. Solche Versorgungsschocks schlagen bei einem Unternehmen dieser Größenordnung unmittelbar auf die Einnahmen durch.

Analysten erhöhen Gewinnerwartungen

Die veränderte Preislandschaft hat bereits Reaktionen auf Analystenseite ausgelöst. Die Erste Group Bank hob ihre Gewinnschätzung je Aktie für 2026 auf 7,07 Dollar an, nach zuvor 6,81 Dollar. Für 2027 erwartet die Bank nun 8,34 Dollar je Aktie. Der breite Marktkonsens für 2026 liegt derzeit bei 7,43 Dollar EPS, das Kursziel im Konsens bei 148,89 Dollar.

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Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Hoch — ein Kursanstieg von über 40 Prozent seit Jahresbeginn spiegelt die veränderten Markterwartungen wider.

Zwischen Ölpreisrekord und Rechtsdruck

Wie lange das Hochpreisumfeld anhält, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf der Lage im Nahen Osten ab. Macquarie warnte heute, dass Brent bei anhaltenden Konflikten bis Juni auf 200 Dollar je Barrel steigen könnte — ein Niveau, das den bisherigen Nominalrekord von 147,50 Dollar aus dem Jahr 2008 deutlich übertreffen würde. Die Bank beziffert die Wahrscheinlichkeit dieses Extremszenarios auf 40 Prozent.

Kurzfristig hat die Entscheidung der US-Regierung, mögliche Angriffe auf Energieinfrastruktur bis zum 6. April auszusetzen, die Preise leicht beruhigt. Brent handelt aktuell bei rund 107 Dollar, WTI bei etwa 94 Dollar.

Parallel dazu sieht sich ExxonMobil juristischem Gegenwind ausgesetzt: Eine neue Studie beziffert den durch historische Emissionen verursachten globalen Wirtschaftsschaden auf über 10 Billionen Dollar, während das Unternehmen weiterhin versucht, klimabezogene Aktionärsanträge gerichtlich zu blockieren.

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