ExxonMobil Aktie: Katar-Schaden trifft Rekordkurs
Iranische Raketenschläge auf Gasanlagen in Katar könnten ExxonMobil jährlich rund fünf Milliarden Dollar kosten. QatarEnergy schätzt, dass die Reparaturen an der LNG-Infrastruktur bis zu fünf Jahre dauern werden — ein erheblicher Einschnitt für den US-Konzern, der dort signifikant engagiert ist. Gleichzeitig hat die Aktie gestern ein Allzeithoch erreicht. Der Grund: Der de-facto-Verschluss der Straße von Hormuz hat den Ölpreis auf rund 100 Dollar je Barrel getrieben.
Guyana als Gegengewicht
Während Katar belastet, läuft das Guyana-Geschäft auf Hochtouren. ExxonMobil Guyana reichte am 19. März den Field Development Plan für das Longtail-Projekt beim Ministerium für natürliche Ressourcen ein. Das Vorhaben soll 2030 oder 2031 in Betrieb gehen und vor allem nicht-assoziiertes Gas sowie Kondensat fördern.
Besonders bemerkenswert: Der hohe Ölpreis beschleunigt die Kostenrückgewinnung im Stabroek-Block erheblich. Ursprünglich rechnete ExxonMobil damit, seine historischen Investitionskosten erst 2027 eingespielt zu haben. Mit Öl über 100 Dollar könnte dieser Punkt bereits 2026 erreicht werden — was Guyana früher als geplant einen größeren Anteil an den Fördereinnahmen sichert.
Parallel dazu nähert sich das fünfte FPSO-Schiff namens Errea Wittu in Singapur seiner Fertigstellung. Mit einer Kapazität von 250.000 Barrel pro Tag ist es für das Uaru-Projekt vorgesehen. Die regionale Förderung lag Ende 2025 bereits bei rund 875.000 Barrel täglich, das nächste Projekt Whiptail ist für 2027 geplant.
Portfolio-Anpassungen im Hintergrund
Abseits der Upstream-Aktivitäten räumt ExxonMobil sein Portfolio weiter auf. Das Kunststoffwerk Mossmorran im schottischen Fife, das im Februar 2026 geschlossen wurde, wird bis Anfang 2028 vollständig stillgelegt. Die britische Regierung stellte bis zu neun Millionen Pfund bereit, um die betroffene Belegschaft zu unterstützen.
Zudem empfahl der Vorstand einstimmig, den Unternehmenssitz von New Jersey nach Texas zu verlegen — ein Schritt, den das Management mit dem günstigeren regulatorischen Umfeld des Bundesstaates begründet. Ab dem 27. März erhöht ExxonMobil außerdem die Preise für verschiedene Chemikalien und Lösungsmittel, um gestiegenen Kosten Rechnung zu tragen.
Der Katar-Schaden bleibt ein reales Risiko, das Analysten in ihre Bewertungen einpreisen müssen. Die Aktie notiert mit einem Plus von rund 33 Prozent seit Jahresbeginn deutlich über dem Branchendurchschnitt — der Markt gewichtet derzeit die Guyana-Dynamik und den hohen Ölpreis stärker als den LNG-Ausfall am Golf.
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