Seit März 2022 herrscht bei der Evraz-Aktie Stillstand. Die Suspendierung vom Handel an der Londoner Börse infolge britischer Sanktionen prägt das Bild. Da der Konzern zudem keinen Wirtschaftsprüfer für den Jahresabschluss 2022 verpflichten konnte, fehlt Investoren weiterhin die notwendige finanzielle Transparenz. Wann und unter welchen Bedingungen eine Rückkehr an die Märkte möglich ist, hängt fast ausschließlich von der geopolitischen Entwicklung ab.

Fokus auf das Kerngeschäft

Die operative Struktur des Unternehmens hat sich zuletzt deutlich verändert. Durch den Verkauf des Nordamerika-Geschäfts an Atlas Holdings LLC im Jahr 2025 konzentriert sich Evraz nun stärker auf seine russischen Kernaktivitäten in den Bereichen Stahl, Kohle und Vanadium. Diese geografische Straffung macht den Konzern zwar agiler, erhöht jedoch gleichzeitig die Abhängigkeit von regionalen Marktbedingungen und der heimischen Regulierung.

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Jegliche Veränderung im internationalen Sanktionsregime würde die operative Handlungsfähigkeit unmittelbar beeinflussen. Da verlässliche Finanzberichte seit den Ergebnissen für das Jahr 2021 fehlen, bleibt die wirtschaftliche Lage im Inneren für Außenstehende schwer greifbar. Letzte offizielle Wasserstandsmeldungen gab es im Herbst 2025 zu den Auswirkungen der EU-Sanktionen und den Zwischenergebnissen für das erste Halbjahr 2025.

Schwieriges Marktumfeld 2026

Der gesamte Stahl- und Bergbausektor steht vor einem herausfordernden Jahr. Branchenexperten erwarten für 2026 ein weltweit verlangsamtes Produktionswachstum von lediglich 0,7 Prozent. Während Megatrends wie Künstliche Intelligenz und die Energiewende die Nachfrage nach kritischen Metallen antreiben, droht in vielen Rohstoffmärkten ein Überangebot. Dies dürfte die Preise trotz des technologischen Bedarfs dämpfen.

Besonders für den Eisenerzmarkt zeichnet sich eine Zweiteilung ab. Während die Preise im ersten Halbjahr 2026 noch Unterstützung finden dürften, wird für die zweite Jahreshälfte ein deutlicher Marktüberschuss prognostiziert. Für Branchenvertreter rücken damit Kapazitätsoptimierungen und die Entwicklung hochwertiger Stahlprodukte („Green Steel“) in den Vordergrund, was jedoch erhebliche Investitionen erfordert. Ein konkreter Termin für neue Finanzdaten von Evraz steht derzeit noch nicht fest.

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