Das Restrukturierungsprogramm „Horizon" und eine enttäuschende Prognose für 2026 haben Evotec an die Börse zurückgeworfen. Die Aktie notiert aktuell auf dem tiefsten Stand seit einem Jahrzehnt – und das Unternehmen selbst spricht offen von einem Übergangsjahr.

Prognose reißt den Kurs nach unten

Der eigentliche Auslöser für den Kurseinbruch war die Umsatzprognose für 2026: Evotec erwartet Erlöse zwischen 700 und 780 Millionen Euro – nach vorläufig rund 788 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr. Selbst der obere Rand dieser Spanne liegt damit klar unter den Konsenserwartungen. Noch belastender: Das bereinigte EBITDA könnte in diesem Jahr auf null bis 40 Millionen Euro sinken, gegenüber rund 41 Millionen Euro im Vorjahr.

Erste operative Verbesserungen erwartet das Unternehmen frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2026. Die Aktie reagierte mit einem Tageseinbruch von zeitweise fast 17 Prozent – und notiert aktuell bei 4,32 Euro, rund 48 Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 8,32 Euro vom Mai 2025.

„Horizon": Radikaler Umbau mit hohem Preis

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Parallel zur Prognose stellte Evotec das Programm „Horizon" vor. Der Kern: Das weltweite Standortnetzwerk wird auf zehn Standorte reduziert, der Münchner Standort schließt vollständig, bis zu 800 Stellen fallen weg. Die angestrebten strukturellen Einsparungen belaufen sich auf rund 75 Millionen Euro jährlich bis Ende 2027 – dem stehen einmalige Restrukturierungskosten von rund 100 Millionen Euro im Zeitraum 2026 bis 2028 gegenüber.

Das Geschäftsjahr 2025 offenbarte dabei eine zweigeteilte Entwicklung: Während das Kerngeschäft im Bereich Drug Discovery & Preclinical Development mit einem Umsatzminus von 13 Prozent auf rund 529 Millionen Euro und einem negativen Segment-EBITDA belastete, legte das Biologics-Segment Just – Evotec Biologics um rund 40 Prozent auf 259 Millionen Euro zu.

Ambitionierte Ziele, schwieriger Weg

Mittelfristig gibt sich Evotec optimistischer: Bis 2030 soll der Konzernumsatz auf über eine Milliarde Euro steigen, die bereinigte EBITDA-Marge 2028 die 20-Prozent-Marke erreichen. Ob dieser Wachstumspfad realistisch ist, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die Einsparungen greifen und sich der Auftragsbestand stabilisiert. Am 8. April 2026 legt Evotec die finalen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor – dann dürften Analysten konkrete Antworten auf offene Fragen zur Umsetzung einfordern.

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