Gemischte Signale zum Jahresstart: Während das Management den kommunikativen Neustart forciert, zieht sich ein Großinvestor teilweise zurück. Evotec kämpft nach dem schwierigen Jahr 2025 um die Wiederherstellung des Marktvertrauens, doch die jüngsten Stimmrechtsmitteilungen dämpfen die Aufbruchstimmung.

Großbank fährt Engagement zurück

Eine aktuelle Pflichtmitteilung sorgt für Aufmerksamkeit bei Anlegern. Die US-Großbank JPMorgan Chase & Co. hat ihre Beteiligung an dem Hamburger Wirkstoffforscher spürbar verringert. Der Stimmrechtsanteil fiel bereits an Heiligabend unter die Meldeschwelle von 5 Prozent und liegt nun bei 3,64 Prozent. Zuvor hielt das Institut noch 5,62 Prozent der Anteile.

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Der Abbau erfolgte laut Meldung sowohl über den Verkauf direkter Aktienpositionen als auch über Anpassungen bei Finanzinstrumenten wie Equity Swaps. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Portfolio-Bereinigung nach einem für die Aktie verlustreichen Jahr, in dem Übernahmespekulationen um Halozyme und Triton zwar kurzzeitig für Volatilität, aber nicht für einen Deal gesorgt hatten.

Personeller Neustart in der Kommunikation

Parallel zum Rückzug der US-Bank treibt Evotec die interne Neuaufstellung voran. Um die "Baustelle Kapitalmarkt" zu schließen, wurde Dr. Sarah Fakih zum 1. Januar 2026 als neue Executive Vice President, Head of Global Communications & Investor Relations installiert.

In dieser neu geschaffenen Position bündelt das Unternehmen die Unternehmenskommunikation und die Investorenbeziehungen. Ziel unter CEO Dr. Christian Wojczewski ist es, nach den Kommunikationsdefiziten des Vorjahres wieder eine konsistente "Equity Story" zu etablieren. Die Aktie zeigte sich am Freitag stabilisiert und schloss mit einem Plus von 1,3 Prozent bei rund 5,52 Euro.

Der operative Beweis für die Wirksamkeit der Restrukturierung steht allerdings noch aus. Entscheidend für die mittelfristige Entwicklung ist, ob die Marke von 5,50 Euro als technische Unterstützung hält. Klarheit über die fundamentale Ertragskraft erhalten Investoren voraussichtlich im April 2026, wenn der Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr konkrete Zahlen zur Neuausrichtung liefert.

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