Doppelte Unterstützung für die Evotec-Papiere: Gleich zwei fundamentale Nachrichten treiben den Kurs am heutigen Freitag an. Neben einer erneuten Finanzspritze der Bill & Melinda Gates Foundation sorgt ein erfolgreicher Exit im Beteiligungsportfolio für frische Liquidität. Ist das der Startschuss für eine nachhaltige Erholung nach den Tiefstständen des Vorjahres?

Prominente Unterstützung und Technologie-Bestätigung

Die Zusammenarbeit mit der Bill & Melinda Gates Foundation geht in die nächste Runde. Die Stiftung stellt der US-Tochtergesellschaft Just – Evotec Biologics frische Fördermittel zur Verfügung. Im Fokus steht die KI-gestützte Plattform J.DESIGN, deren Weiterentwicklung die Herstellung monoklonaler Antikörper beschleunigen und kosteneffizienter machen soll.

Diese Meldung ist für Investoren doppelt relevant: Zum einen fließen finanzielle Mittel, ohne die eigene Bilanz zu belasten. Zum anderen werten Marktbeobachter das erneute Engagement einer der weltweit renommiertesten Gesundheitsorganisationen als wichtigen technologischen Vertrauensbeweis ("Proof-of-Concept") für die Kompetenz der Hamburger.

Unverhoffter Liquiditätsschub

Parallel zur operativen Entwicklung sorgt ein M&A-Deal für klingelnde Kassen. Der US-Pharmakonzern Amgen übernimmt das britische Biotech-Unternehmen Dark Blue Therapeutics. Da Evotec eine strategische Beteiligung von rund 21 Prozent an Dark Blue hält, profitiert das Unternehmen direkt.

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Durch den Verkauf fließt Evotec anteilig ein beträchtlicher Millionenbetrag zu. Dieser Cash-Inflow kommt zu einem günstigen Zeitpunkt: Er stärkt die Liquiditätsposition unmittelbar und reduziert den Druck auf die Finanzierungskosten, was die bilanzielle Situation entspannt.

Analysten sehen 50 Prozent Potenzial

Die Kombination aus technologischer Validierung und finanziellem Zufluss ruft auch die Analystenseite auf den Plan. Die Royal Bank of Canada (RBC) bestätigte heute ihre Einstufung "Outperform" mit einem Kursziel von 10,00 Euro.

Ausgehend vom aktuellen Kursniveau um 6,40 Euro impliziert dies ein Kurspotenzial von über 50 Prozent. Nach dem Abverkauf im Dezember 2025 unter die 5-Euro-Marke gilt die Rückeroberung der 6-Euro-Schwelle als erstes technisches Entspannungssignal. Zwar bleibt die hohe Volatilität aufgrund bestehender Short-Seller-Positionen ein Risikofaktor, doch liefert der heutige Newsflow den Bullen erstmals wieder substanzielle Argumente. Entscheidend für den weiteren Trendverlauf wird nun sein, ob die Aktie das Niveau von 6,40 Euro zum Wochenschluss verteidigen kann.

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