Die Hamburger Wirkstoffforscher Evotec bauen ihre Partnerschaft mit der Bill & Melinda Gates Foundation aus. Am Donnerstagmorgen meldete das Unternehmen, dass die Stiftung erneut Fördermittel für die US-Tochter Just – Evotec Biologics bereitstellt. Im Fokus steht die KI-gestützte Plattform J.MD™, die monoklonale Antikörper kostengünstiger produzierbar machen soll. Für die unter Druck stehende Aktie ist dies ein wichtiges Signal der technologischen Validierung.

Technologie-Plattform im Praxistest

Die Fördergelder fließen gezielt in die computergestützte Entwicklung von Biotherapeutika. Mit der J.MD™-Software will Evotec die Herstellbarkeit und Stabilität monoklonaler Antikörper optimieren – ein entscheidender Faktor für die Versorgung in Schwellenländern.

Die wichtigsten Eckpunkte der Kooperation:

  • Einsatz der KI-Plattform J.DESIGN™ und des Moduls J.MD™
  • Start von zehn neuen Entwicklungsprojekten über drei Jahre
  • Fokus auf kostengünstige Produktion für Länder mit niedrigen Einkommen
  • Validierung der Just – Evotec Biologics Technologie durch renommierte Institution

Die erneute Investition der Gates Foundation unterstreicht die technologische Wettbewerbsfähigkeit der "Just"-Sparte, die als Kernstück im Evotec-Portfolio gilt. Besonders relevant: Die Technologie kommt bereits in der frühesten Entwicklungsphase zum Einsatz, um teure Produktionsfehler später zu vermeiden.

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Operative Substanz nach Übernahme-Turbulenzen

Nach den gescheiterten Übernahmegesprächen mit Halozyme Therapeutics im vergangenen Jahr richtet sich der Fokus wieder auf das operative Geschäft. Die Partnerschaft garantiert Auslastung in der hochmargigen Service-Sparte und liefert einen Beweis, dass die kapitalintensiven US-Investitionen in die J.POD-Fabriken Früchte tragen.

Die Meldung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt: Vom 13. bis 16. Januar findet in San Francisco die J.P. Morgan Healthcare Conference statt. Dort wird das Management voraussichtlich Details zur Gates-Kooperation präsentieren und ein Update zur Auslastung der neuen Produktionsstandorte in Toulouse und den USA geben. Analysten erwarten zudem Hinweise zur mittelfristigen Guidance und zur Frage, ob die KI-Plattform 2026 endlich skalierbare Erträge liefert.

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