Stoxx Europe 50, DAX, Euro Stoxx 50 — Siemens Energy wird ab dem 23. März in allen drei großen europäischen Blue-Chip-Indizes gleichzeitig vertreten sein. Die Aufnahme in den Stoxx Europe 50 per Fast-Entry-Regel, die Diageo ersetzt, dürfte erhebliche Portfolioumschichtungen institutioneller Anleger auslösen und gilt als strukturelle Kursstütze.

Gleichzeitig läuft seit dem 4. März ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro — Teil eines breiteren Kapitalrückgaberahmens von insgesamt 6 Milliarden Euro. Bereits in der ersten Woche erwarb das Unternehmen knapp 820.000 eigene Aktien.

Rekordaufträge als Fundament

Das operative Bild untermauert die Bewertung. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die Neuaufträge um 33 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro, der Auftragsbestand kletterte auf ein Rekordhoch von 146 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 12,8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zu, der Nettogewinn erreichte 746 Millionen Euro. Besonders auffällig: Das Gas-Services-Segment buchte 102 Gasturbinen in einem einzigen Quartal — ein Unternehmensrekord. Die Erlöse aus dem KI-Rechenzentrumssegment verdoppelten sich auf über 2 Milliarden Euro.

Die Jahresziele für 2026 bestätigte das Unternehmen: 11 bis 13 Prozent Umsatzwachstum, eine Marge von 9 bis 11 Prozent und ein Nettogewinn von 3 bis 4 Milliarden Euro. Das mittelfristige Margenziel bis 2028 wurde sogar auf 14 bis 16 Prozent angehoben — gegenüber bisher 10 bis 12 Prozent.

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Gamesa bleibt die offene Rechnung

Ein Wermutstropfen bleibt die Windkraftsparte Siemens Gamesa. Das Quartalsminus schrumpfte zwar deutlich auf 46 Millionen Euro, nach einem Jahresverlust von 1,36 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Restrukturierung ist aber noch nicht abgeschlossen. Aktivistinvestor Ananym fordert eine Abspaltung, während institutionelle Investoren wie DWS und Union Investment den Managementkurs bislang stützen.

Die Aktie selbst hat nach einer außergewöhnlichen Rallye zuletzt konsolidiert — der Kurs liegt rund 15 Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs vom 25. Februar. Indexaufnahme und laufendes Rückkaufprogramm dürften die Aktie nach unten absichern, bis am 12. Mai die Zahlen für das zweite Quartal vorliegen. Dann muss Siemens Energy zeigen, dass die Erholung bei Gamesa nicht ins Stocken geraten ist.

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