Hensoldt-Aktie: Extrem unterbewertet?
Relativ neutral war die Hensoldt am Freitag, als der Titel um 0,5 % nach unten gelaufen ist. Dabei steht der Verteidigungselektronik-Konzern steht derzeit vor einer besonderen Konstellation: Die Nachfrage nach militärischer Sensor- und Radartechnologie wächst deutlich schneller als die Produktionskapazitäten des Unternehmens. Noch am Donnerstag war es immerhin um über 3,4 % aufwärts gegangen. Aktuell ist die wirtschaftliche Verfassung indes wie beschrieben besser.
Ein Blick auf die jüngsten Geschäftsdaten verdeutlicht diese Entwicklung. Der Auftragseingang stieg im vergangenen Jahr um 62 % und führte zu einem Rekordauftragsbestand von 8,83 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchs der Umsatz deutlich langsamer und erreichte rund 2,45 Milliarden Euro. Diese Differenz zeigt, dass ein Teil der Bestellungen erst in den kommenden Jahren realisiert werden kann.
Hensoldt möchte expandieren
Das Management reagiert auf diesen Engpass mit einer umfassenden Expansionsstrategie. Insgesamt plant Hensoldt Investitionen von rund einer Milliarde Euro bis zum Jahr 2027, um zusätzliche Produktionskapazitäten aufzubauen und die Lieferzeiten zu verkürzen.
Ein wichtiger Baustein dieser Strategie ist der geplante Erwerb des niederländischen Unternehmens Nedinsco. Der Spezialist für optronische Sensorsysteme arbeitet bereits seit Jahren mit Hensoldt zusammen und soll nach Abschluss der Transaktion Mitte 2026 vollständig integriert werden.
Neben dieser Übernahme investiert der Konzern auch in eigene Standorte. Besonders das Triumph-Areal in Aalen spielt eine zentrale Rolle beim Ausbau der Produktionskapazitäten. Dort sollen zusätzliche Fertigungs- und Entwicklungsflächen entstehen.
Der Kapazitätsausbau wird von einem umfangreichen Personalprogramm begleitet. Im laufenden Jahr plant das Unternehmen die Schaffung von rund 1.600 neuen Arbeitsplätzen. Damit wächst die Belegschaft um fast ein Fünftel.
Auch innerhalb der Aktionärsstruktur gab es zuletzt Bewegung. Der Vermögensverwalter BlackRock erhöhte Anfang März seinen Anteil wieder auf über fünf %. Gleichzeitig kündigte Hensoldt eine Erhöhung der Dividende um zehn % auf 0,55 Euro je Aktie an.
Der Vorstandsvorsitzende Oliver Dörre unterstrich das Vertrauen in die weitere Entwicklung zusätzlich durch einen privaten Aktienkauf im Wert von rund 75.000 Euro.
Ein wichtiger Termin für neue Unternehmensdaten steht bereits fest: Am 6. Mai 2026 will Hensoldt die Ergebnisse für das erste Quartal präsentieren.
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