Die Evotec-Aktie notiert am Montag rund 2 Prozent fester bei etwa 6,55 Euro. Im Hintergrund verschiebt sich die Aktionärsstruktur: Private-Equity-Investor Triton erhöht seine Beteiligung deutlich, während JPMorgan Chase eine wechselhafte Positionierung zeigt. Gleichzeitig liefern neue Partnerschaften mit der Gates Foundation und Sandoz operative Impulse.

Triton wird größter Einzelaktionär

Laut Stimmrechtsmitteilung vom 12. Januar hält Triton über die Tochter Excalibur LuxCo nun 9,97 Prozent der Anteile – das entspricht 17,7 Millionen von insgesamt 177,8 Millionen ausstehenden Aktien. Der Schwellenübertritt erfolgte bereits am 18. Dezember 2025.

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Zuvor hatte der Private-Equity-Investor 7,16 Prozent direkte Stimmrechte plus 2,0 Prozent über Instrumente gehalten. Mit der Aufstockung nähert sich Triton der 10-Prozent-Marke und festigt seine Position als größter Einzelaktionär des Hamburger Biotechunternehmens.

JPMorgan mit volatiler Position

JPMorgan Chase zeigt in den vergangenen Wochen eine volatile Positionierung. Ende Dezember stieg der Anteil zunächst auf 5,51 Prozent – nur wenige Tage später fiel er jedoch unter die 5-Prozent-Schwelle zurück. Laut aktueller Meldung vom 8. Januar hält die US-Bank nun 4,73 Prozent (2,34 Prozent direkt plus 2,40 Prozent über Instrumente wie Equity Swaps).

Die häufigen Schwellenüber- und -unterschreitungen deuten auf taktische Positionsanpassungen hin, möglicherweise im Zusammenhang mit Derivatepositionen oder Wertpapierleihe-Geschäften.

Operative Fortschritte bringen Rückenwind

Neben den Aktionärsverschiebungen kann Evotec operative Erfolge vorweisen. Die Tochter Just – Evotec Biologics erhielt am 8. Januar einen Grant der Gates Foundation für die KI-gestützte Entwicklung monoklonaler Antikörper. Die Förderung ermöglicht zehn neue Projekte über drei Jahre.

Der im Dezember abgeschlossene Verkauf des Toulouse-Standorts an Sandoz bringt potenzielle Zahlungen von über 650 Millionen US-Dollar plus Royalties auf bis zu zehn Biosimilar-Moleküle mit einem Originator-Umsatzpotenzial von 90 Milliarden Dollar.

Bewertung und Ausblick

RBC Capital Markets bestätigte kürzlich sein "Outperform"-Rating. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 8,46 Euro – rund 35 Prozent über dem aktuellen Niveau. Die Deutsche Bank bleibt mit 6,00 Euro Kursziel und "Hold"-Rating vorsichtiger.

Die Aktie hat sich zuletzt stabilisiert: Plus 13,8 Prozent auf Wochensicht, plus 20,3 Prozent im Monatsvergleich. Auf Jahressicht steht dennoch ein Minus von etwa 25 Prozent. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,47 liegt deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 4,19 im Life-Sciences-Sektor. Am 6. Mai folgen die Quartalszahlen – dann wird sich zeigen, ob die operativen Fortschritte auch in den Finanzkennzahlen sichtbar werden.

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