Evonik Aktie: Verspielt Vertrauen?
Die Spezialchemiebranche kriselt, doch für Evonik kommt es jetzt knüppeldick. Eine drastische Abstufung durch die US-Bank JP Morgan hat die Hoffnungen der Anleger zerschlagen und den Kurs in gefährliche Tiefen geschickt. Ist die optisch verlockende Dividende jetzt nur noch ein schwacher Trost auf einem sinkenden Schiff oder bietet der Absturz eine Chance?
Radikaler Schnitt beim Kursziel
Der Paukenschlag hallte am Freitag über das Parkett: Das einflussreiche Analysehaus JP Morgan hat seine Einschätzung für Evonik grundlegend revidiert. Analyst Chetan Udeshi strich die bisherige Kaufempfehlung und stufte das Papier direkt auf „Neutral“ herab. Besonders bitter für Investoren ist die Härte der Korrektur: Das Kursziel wurde von 20 Euro radikal auf nur noch 14 Euro zusammengestrichen.
Damit liegt die neue Zielmarke kaum noch über dem aktuellen Kursniveau von 13,27 Euro. Die Botschaft der Experten ist unmissverständlich: Kurz- bis mittelfristig ist die Luft raus, das Aufwärtspotenzial scheint verpufft.
Düstere Aussichten bis 2027
Die Skepsis der Bank kommt nicht von ungefähr. Udeshi verweist auf einen toxischen Mix aus zyklischen und strukturellen Problemen, die den gesamten Sektor im Griff halten. Eine schnelle Erholung? Fehlanzeige. Die Marktschwäche dürfte laut der Analyse bis weit ins Jahr 2026 anhalten.
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Die konkreten Warnsignale sind deutlich:
* Prognosesenkung: Die EBITDA-Erwartungen für das laufende vierte Quartal 2025 wurden um 5 Prozent reduziert.
* Langfristige Belastung: Für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 strichen die Experten die Gewinnschätzungen um 7 beziehungsweise 8 Prozent zusammen.
* Margendruck: Die operative Ertragskraft bleibt das Sorgenkind.
Die gefährliche Dividenden-Illusion
Auf den ersten Blick wirkt die Aktie für Einkommensinvestoren wie ein Schnäppchen. Basierend auf der letzten Ausschüttung errechnet sich eine Dividendenrendite von rund 8,8 Prozent. Doch Vorsicht ist geboten: Am Finanzmarkt sind derart hohe Renditen oft ein Warnsignal für eingepreiste Risiken, eine klassische "Value Trap".
Ein Blick auf die Bewertung untermauert die Vorsicht. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 60 zeigt, wie massiv die Gewinne zuletzt weggebrochen sind. Der Aktienkurs kämpft derweil ums Überleben: Mit einem Abstand von nur noch 1,69 Prozent zum 52-Wochen-Tief hängt der Titel bedrohlich nahe am Abgrund. Zwar deutet ein RSI von 15,8 auf eine extrem überverkaufte Situation hin, doch in diesem Umfeld ist das eher ein Zeichen von Kapitulation als von Stärke.
Das Fazit fällt ernüchternd aus: Die Abstufung durch JP Morgan bestätigt den intakten Abwärtstrend. Solange keine signifikante Erholung der operativen Margen sichtbar wird, bleibt Evonik ein hochspekulatives Wagnis, bei dem die hohe Dividende nicht über die substanziellen Risiken hinwegtäuschen kann.
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