Evonik Aktie: Troubles ahead?
Evonik hat die Jahresergebnisse für 2025 vorgelegt — und liefert ein gemischtes Bild. Das bereinigte EBITDA traf mit 1,87 Milliarden Euro die Erwartungen, der Umsatz sank jedoch um 7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig senkt der Konzern die Dividende und justiert den Ausblick nach unten.
Gewinnziel erreicht, Rendite bleibt schwach
Der Nettogewinn stieg auf 265 Millionen Euro, nach 222 Millionen Euro im Vorjahr — ein solides Signal. Weniger erfreulich: Der Return on Capital Employed liegt bei 6,1 Prozent und damit weit unter dem mittelfristigen Ziel von 11 Prozent. Dieses strukturelle Defizit begleitet den Essener Spezialchemiekonzern schon länger.
Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor, nach 1,17 Euro im Vorjahr. Ab 2026 gilt eine neue Ausschüttungspolitik mit einer Bandbreite von 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses — mehr Flexibilität für das Unternehmen, weniger Planbarkeit für Aktionäre. Die Hauptversammlung am 3. Juni stimmt darüber ab.
Transformation und Preiserhöhung als Gegengewicht
Der Umsatzkorridor für 2026 wurde auf 13,5 bis 14,5 Milliarden Euro angepasst — eine Absenkung, die anhaltenden Gegenwind durch hohe Energiepreise, Konjunkturflaute und globale Überkapazitäten widerspiegelt. Die EBITDA-Spanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro bleibt unverändert, ist aber breit genug, um erhebliche Unsicherheit einzugestehen.
Als Gegenmaßnahme hat Evonik eine sofortige Nettopreiserhöhung von 10 Prozent für MetAMINO® angekündigt — ein Futtermittelzusatz, dessen Segment 2025 mit einer EBITDA-Marge von 15,8 Prozent unter Druck stand.
Das Transformationsprogramm „Evonik Tailor Made" läuft 2026 aus und soll jährliche Einsparungen von rund 400 Millionen Euro bringen. Rund 2.000 Stellen fallen weg, davon etwa 1.500 in Deutschland. Offen bleibt die Besetzung des Finanzvorstandspostens — eine Vakanz, die intern wie extern für Aufmerksamkeit sorgt.
Am 8. Mai folgen die Q1-Zahlen für 2026. Dann zeigt sich, ob die Preiserhöhung bei MetAMINO® greift und das Transformationsprogramm in seiner Schlussphase die versprochenen Effizienzgewinne tatsächlich liefert.
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