Evonik Aktie: Startschuss für Milliarden-Tochter
Pünktlich zum Jahresstart setzt der Spezialchemie-Konzern seine angekündigte Restrukturierung in die Tat um. Während der Börsenhandel ruht, nimmt die neue Infrastruktur-Einheit SYNEQT heute ihren operativen Betrieb auf. Für Anleger ist dieser Schritt von zentraler Bedeutung: Er ebnet den Weg für externe Investoren und könnte eine Neubewertung des Konzerns einleiten.
Die neue Struktur steht
Seit heute 00:00 Uhr agiert das Infrastrukturgeschäft als rechtlich eigenständige Einheit. Evonik bündelt darin die Versorgung, Entsorgung und Logistik der großen Chemieparks in Marl und Wesseling. Die Dimensionen der neuen 100-prozentigen Tochtergesellschaft sind beachtlich: Rund 3.500 Mitarbeiter wechseln in die SYNEQT, die auf Basis der Zahlen von 2024 ein Umsatzvolumen von geschätzt 1,8 Milliarden Euro repräsentiert.
Mit diesem "Carve-out" setzt das Management einen Kernbestandteil des Programms "Evonik Tailor Made" um. Ziel von CEO Christian Kullmann ist es, den Konzern nach den Belastungen durch hohe Energiekosten wieder profitabler aufzustellen. Bis Ende 2026 sollen die Verwaltungskosten durch den Umbau um jährlich 400 Millionen Euro sinken.
Weg frei für Investoren
Die operative Trennung dient primär der strategischen Flexibilität. Das asset-lastige Infrastrukturgeschäft drückte in der Vergangenheit auf die Bewertung der eigentlichen Spezialchemie-Sparte. Durch die Verselbstständigung schafft Evonik Transparenz und macht stille Reserven in der Bilanz sichtbar.
Entscheidend ist die nun geschaffene Möglichkeit, externe Geldgeber an Bord zu holen. Arbeitsdirektor Thomas Wessel hatte im Vorfeld betont, dass die Bündelung notwendig sei, um in dem spezialisierten Marktumfeld agiler zu agieren. Marktbeobachter werten den heutigen Start als klare Vorbereitung auf einen Teilverkauf oder Partnerschaften, die frisches Kapital in die Kasse spülen könnten.
Da die Börsen am heutigen Neujahrstag geschlossen sind, wird eine erste Marktreaktion erst mit Handelsstart am Freitag, den 2. Januar 2026, erfolgen. Der Fokus der Investoren verschiebt sich nun darauf, wann das Management konkrete Verhandlungen mit potenziellen Partnern für SYNEQT verkündet.
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