Stellenabbau in Europa, Expansion in Asien — Evonik verfolgt gerade zwei gegenläufige Strategien gleichzeitig. Während das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made" bis zu 2.000 Stellen kostet, investiert der Spezialchemiekonzern in ein neues Innovationszentrum in Shanghai. Ob diese Doppelstrategie aufgeht, wird sich an den Margen entscheiden.

Wachstumswette auf den chinesischen Kosmetikmarkt

Auf der Branchenmesse PCHi 2026, die vom 18. bis 20. März in Hangzhou stattfindet, zeigt Evonik, wohin die Reise gehen soll. China ist der zweitgrößte Kosmetikmarkt der Welt — und Evonik will dort mit lokal entwickelten Produkten punkten. Das neue Asia Beauty Science & Innovation Center in Shanghai soll noch 2026 eröffnen und die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für asiatische Kunden beschleunigen.

Konkret präsentiert Evonik biotechnologische Produkte für Haut- und Haarpflege: Ceramide, Anti-Aging-Wirkstoffe und Biosurfactants. Besonders auffällig ist der Emulgator symbio®muls Aquasoft MB, der aus Reiskleie gewonnen und speziell für die Eigenschaften chinesischer Haut entwickelt wurde — und für den PCHi Fountain Award 2026 nominiert ist.

Operative Realität: Lücke zwischen Ziel und Ergebnis

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Die Zahlen für 2025 zeigen, wie viel Arbeit noch bleibt. Der Umsatz sank um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA von 1,87 Milliarden Euro traf zwar die Prognose, die Kapitalrendite (ROCE) rutschte jedoch von 7,1 auf 6,1 Prozent — weit entfernt vom mittelfristigen Ziel von 11 Prozent.

Um die Margen zu stützen, hat Evonik Anfang März eine Preiserhöhung von zehn Prozent für sein Tierfuttermittel-Produkt MetAMINO® angekündigt, gültig sofort und für alle Märkte. Parallel dazu hat das Unternehmen alle Übernahmeaktivitäten bis 2027 eingefroren und sich auf organisches Wachstum und Kostenabbau konzentriert.

Für 2026 erwartet Evonik ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro. Die breite Spanne von 300 Millionen Euro spricht für sich: Das makroökonomische Umfeld bleibt schwer kalkulierbar. Die Aktie notiert aktuell rund 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom März 2025 — der RSI von 20 signalisiert eine stark überverkaufte Lage. Ob die Asien-Strategie mittelfristig den nötigen Ergebnisschub liefert, um die ROCE-Lücke zu schließen, bleibt die entscheidende Frage für Investoren.

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