Evonik Aktie: Konzern-Umbau startet
Evonik vollzieht zum Jahresauftakt 2026 die operative Abspaltung seiner Infrastruktursparte in die neue Tochtergesellschaft Syneqt. Der Schritt ist mehr als eine Verwaltungsmaßnahme – er bereitet die Monetarisierung wertvoller Assets vor. Doch während das Management die Weichen für mehr Flexibilität stellt, notiert die Aktie weiterhin gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief.
Die Fakten im Überblick:
* Infrastrukturaktivitäten (Chemieparks Marl und Wesseling) operativ in Syneqt ausgegliedert
* Aktie kämpft bei 13,31 Euro mit der psychologisch wichtigen 13-Euro-Marke
* JP Morgan und UBS bleiben skeptisch: Kursziele bei 14 bzw. 13 Euro
* Abstand zum 52-Wochen-Tief von 12,83 Euro beträgt nur noch rund 4 Prozent
Syneqt: Mehr als eine neue Firmierung
Mit der Ausgliederung setzt der Spezialchemiekonzern einen zentralen Baustein seines Restrukturierungsprogramms "Evonik Tailor Made" um. Die neue Syneqt GmbH übernimmt die kapitalintensive Infrastruktur – von der Energieversorgung über Logistik bis zur Werkssicherheit.
Die strategische Logik: Durch die rechtliche Trennung vom Kerngeschäft kann das Management externe Investoren ansprechen oder Partnerschaften eingehen, ohne die chemische Produktion direkt zu beeinflussen. Zudem sollen bislang verborgene Werte in der Bilanz für den Kapitalmarkt sichtbarer werden. Marktbeobachter interpretieren den Schritt als klare Vorbereitung auf eine mögliche Veräußerung, um Kapital für das Kerngeschäft freizusetzen.
Charttechnik bleibt kritisch
Die Börse honoriert den Strategieschwenk bislang nicht. Mit einem Minus von über 20 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten zählt Evonik zu den Verlierern im deutschen Chemiesektor. Die Marke von 14 Euro fungiert als massiver Widerstand – jeder Erholungsversuch der letzten Wochen wurde frühzeitig abverkauft.
Verschärft wird die Lage durch das schwierige Branchenumfeld. Hohe Energiekosten und schwache Industrienachfrage belasten die gesamte deutsche Chemieindustrie. Der Relative-Stärke-Index von 15,8 signalisiert zwar eine stark überverkaufte Situation, doch ohne fundamentale Katalysatoren bleibt die technische Erholung aus.
Analysten vermissen Wachstumsimpulse
Die Zurückhaltung der Investoren spiegelt sich in den jüngsten Analysteneinstufungen. JP Morgan stufte den Titel im Dezember auf "Neutral" ab und senkte das Kursziel auf 14 Euro. UBS bestätigte ihr neutrales Votum mit einem noch konservativeren Ziel von 13 Euro.
Der Tenor ist eindeutig: Die Experten erkennen die langfristige Logik des Umbaus, vermissen jedoch kurzfristige operative Impulse. Die Hoffnung liegt nun darauf, dass die neue Struktur im Verlauf von 2026 erste Effizienzgewinne liefert.
Bewährungsprobe für das Management
Für Evonik wird 2026 zum Schicksalsjahr. Der Vorstand hat mit der Ausgliederung geliefert – nun muss der Beweis folgen, dass diese Maßnahme tatsächlich Werte schafft. Entscheidend wird sein, ob die operative Marge im Chemiegeschäft anzieht. Die kritische Unterstützung bei 12,83 Euro bleibt das Maß aller Dinge: Ein Bruch dieser Marke könnte weiteres Abwärtspotenzial freisetzen.
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