Evonik Aktie: Doppelter Hoffnungsschimmer
Zum Start in das Börsenjahr 2026 erhält die Evonik-Aktie Unterstützung von zwei Seiten. Einerseits gibt die US-Investmentbank Morgan Stanley ihre bisherige Verkaufsempfehlung auf, andererseits meldet der Essener Konzern Vollzug bei einer zentralen Strukturmaßnahme. Können diese Impulse den massiven Abwärtstrend der letzten Monate stoppen?
- Upgrade: Morgan Stanley hebt das Rating auf "Equalweight" an.
- Strategie: Neue Infrastruktur-Tochter SYNEQT startet operativ.
- Chart: Aktie notiert mit 13,33 Euro in der Nähe des Jahrestiefs.
Analysten geben Entwarnung
Die Experten von Morgan Stanley sorgen für Aufatmen bei den geplagten Aktionären. Sie stuften den Titel zum Wochenbeginn von "Underweight" auf "Equalweight" hoch. Zwar senkte die Bank das Kursziel minimal auf 14,70 Euro, doch die Kernbotschaft ist positiv: Nach den deutlichen Kursverlusten der Vergangenheit bewerten die Analysten das Chance-Risiko-Verhältnis nun als ausgeglichener.
Ein Blick auf die Charttechnik stützt diese Einschätzung. Mit einem aktuellen Kurs von 13,33 Euro notiert das Papier fast 40 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der RSI (Relative Strength Index) von 15,8 deutet zudem auf eine extrem überverkaufte Situation hin, was kurzfristig eine technische Gegenbewegung begünstigen könnte.
Dennoch bleibt das Stimmungsbild am Markt gespalten. Während Morgan Stanley vorsichtig optimistischer wird, halten andere Häuser wie Goldman Sachs ("Sell", Kursziel 11,60 Euro) oder Kepler Cheuvreux ("Reduce") an ihrer Skepsis fest. Im Durchschnitt trauen die Analysten der Aktie jedoch eine Erholung auf 15,50 Euro zu.
Konzernumbau wird konkret
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Parallel zur Neubewertung durch die Finanzprofis treibt das Management die interne Neuaufstellung voran. Pünktlich zum 1. Januar 2026 nahm die neue Tochtergesellschaft SYNEQT ihren operativen Betrieb auf. In dieser Einheit bündelt Evonik die Infrastruktur-Aktivitäten der Standorte Marl und Wesseling mit rund 3.500 Mitarbeitern und 1,8 Milliarden Euro Umsatz.
Dieser Schritt ist ein wesentlicher Bestandteil des Sparprogramms "Evonik Tailor Made". Durch die klare Trennung von Kerngeschäft und Infrastruktur will sich der Konzern effizienter aufstellen und bis Ende 2026 jährliche Einsparungen von 400 Millionen Euro realisieren. Zudem hält sich das Unternehmen die Option offen, spätere Investoren an der neuen Tochter zu beteiligen.
Gegenwind bleibt bestehen
Trotz der hausgemachten Fortschritte operiert Evonik weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld. Der Branchenverband VCI rechnet für das laufende Jahr mit einer Stagnation der deutschen Chemieindustrie. Hohe Energiekosten und schwache Nachfrage belasten die Bilanzen unverändert, auch wenn Evonik durch niedrigere Energiesteuern mit einer Entlastung von rund 30 Millionen Euro kalkuliert.
Ob die strategischen Maßnahmen greifen, wird sich spätestens am 3. März 2026 zeigen. Dann präsentiert der Konzern die Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal und muss beweisen, dass der Umbau auch in den Büchern Früchte trägt.
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