Evonik Aktie: Analysten sehen Absturz
Die Evonik-Aktie dümpelt nach dem historischen Tief bei 12,57 Euro nur knapp darüber. Doch die Probleme könnten gerade erst beginnen: Berenberg warnt vor strukturellen Verwerfungen im Kerngeschäft und sieht die Aktie bei 11,60 Euro – noch einmal zehn Prozent tiefer. Der Grund: Ein KI-Tool zeigt ein dramatisches Bild für die Preisentwicklung.
Die wichtigsten Fakten:
- Berenberg stuft auf "Sell" ab – Kursziel 11,60 Euro
- KI-Analyse zeigt: 7 von 10 Preisindikatoren im Minus
- China plant massive Methionin-Überkapazitäten von über 50%
- Aktueller Kurs bei 13,23 Euro – bereits 40% unter Jahreshoch
KI-Tool prognostiziert Preisdruck
Berenbergs hauseigenes Analysetool "ChemCast" liefert beunruhigende Signale. Sieben von zehn Preisindikatoren drehten zuletzt ins Negative. Die Konsequenz: Die Privatbank erwartet für 2026 und 2027 weitere Preisrückgänge im niedrigen einstelligen Bereich.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Nach Preiserhöhungen von zehn Prozent (2021) und 18 Prozent (2022) ging es 2023 und 2024 jeweils zwei Prozent bergab. Die Preissetzungsmacht schwindet kontinuierlich.
Methionin-Geschäft vor dem Kollaps?
Besonders brisant: Das Methionin-Segment könnte bis 2030 in eine "strukturell margenschwache Kategorie" abrutschen. Der Treiber dieser Entwicklung sitzt in China. Das Reich der Mitte plant den Ausbau seiner Methionin-Kapazität auf 2,3 Millionen Tonnen pro Jahr – bei einer Inlandsnachfrage von gerade einmal 0,9 Millionen Tonnen.
Das Ergebnis: Globale Überkapazitäten von über 50 Prozent drohen. Für Evonik, das mit der Aminosäure für Tierfutter substanzielle Umsätze erzielt, ist das ein Horrorszenario.
Analysten gespalten – Trend zeigt nach unten
Morgan Stanley hält mit einem Kursziel von 14,70 Euro noch an "Hold" fest. Citi empfiehlt sogar den Kauf und sieht die Aktie bei 17 Euro. Doch die Abstufungen häufen sich: Kepler Cheuvreux votiert mit "Reduce" und 12,60 Euro ebenfalls für den Ausstieg.
Berenberg rechnet mit einem bereinigten EBITDA von 1,79 Milliarden Euro für 2026 – fünf Prozent unter Konsens. Für 2027 liegt die Schätzung sogar zehn Prozent darunter. Die Bank sieht nur eine radikale Lösung: Entweder die Dividende halbieren oder den Konzern aufspalten.
Charttechnik: Erste Stabilisierung nach Absturz
Nach dem Durchbruch der 50-Tage-Linie am 22. Januar zeigt sich eine leichte technische Erholung. Die Aktie notiert mit 13,23 Euro aber noch immer knapp 17 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Die nächste Bewährungsprobe dürfte die Veröffentlichung der Q4-Zahlen am 4. März werden.
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