Eutelsat hat am 12. März seine Verträge mit dem russischen Staatsunternehmen RSCC über Kapazitäten auf den Satelliten Express AT1 und AT2 beendet. Der unmittelbare Auslöser: Express AT1 hatte am 4. März seinen Betrieb eingestellt — die Ursache blieb ungeklärt. Hinzu kommt die geplante Verlagerung von Express AT2. Für Eutelsat bedeutet das den Abschied von einer Russland-Verbindung, die in einem zunehmend sensiblen geopolitischen Umfeld Fragen aufgeworfen hatte.

Begrenzte operative Konsequenzen

Die finanziellen Folgen halten sich in engen Grenzen. Eutelsat beziffert die Erlöseinbußen im laufenden Geschäftsjahr auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag, die EBITDA-Wirkung sei nahezu null. Die Jahresprognose bleibt unverändert. Die GEO-Flotte umfasst nun 31 statt 33 Satelliten — die RSCC-Kapazitäten hatten bislang die eigenen Satelliten Eutelsat 36C und 36D an der Position 36 Grad Ost ergänzt.

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Symbolisch wiegt der Schritt schwerer als operativ. Europäische Unternehmen überprüfen ihre Abhängigkeiten von russischer Infrastruktur seit der Ukraine-Invasion zunehmend kritisch. Eutelsat zieht nun auch auf dieser Ebene einen Schlussstrich.

Umbau auf mehreren Ebenen

Parallel dazu treibt Eutelsat seine Transformation auf der Kapitalseite voran. Anfang März schloss das Unternehmen eine Anleiheemission über 1,5 Milliarden Euro ab — strukturiert als Doppeltranche mit 850 Millionen Euro (5 Jahre, 5,75 %) und 650 Millionen Euro (7 Jahre, 6,25 %). Die Erlöse fließen in die vollständige Ablösung zweier bestehender Anleihen. Das übergeordnete Ziel: ein Schuldenfinanzierungsprogramm, das Investitionen von rund 4 Milliarden Euro zwischen 2026 und 2029 absichern soll.

Das strategische Gewicht liegt dabei klar auf dem LEO-Segment. Die OneWeb-Erlöse wuchsen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um 60 Prozent, bis Jahresende peilt Eutelsat bis zu 280 Millionen Euro an. Eine Exportkreditfinanzierung über rund 1 Milliarde Euro sichert die Beschaffung von 440 weiteren LEO-Satelliten von Airbus Defence and Space. Bis zum Geschäftsjahr 2028/29 soll der Konzernumsatz die Marke von 1,5 Milliarden Euro überschreiten — getragen vor allem vom LEO-Wachstum, das strukturell bedingte Rückgänge im traditionellen GEO-Geschäft auffangen soll.

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