Eutelsat Communications verschafft sich finanziell deutlich Luft. Mit einer am Donnerstag angekündigten Anleiheemission über 1,5 Milliarden Euro strukturiert der Satellitenbetreiber seine Verbindlichkeiten grundlegend um und senkt die künftige Zinslast erheblich. Der Schritt markiert das Finale eines umfassenden Plans, um die Bilanz für den kapitalintensiven Ausbau des LEO-Satellitengeschäfts zu stärken.

Teure Altlasten getilgt

Der Erlös aus der Platzierung fließt direkt in die Ablösung bestehender Verbindlichkeiten. Im Fokus steht dabei eine hochverzinsliche Anleihe mit Fälligkeit 2029, die das Unternehmen bisher mit einem massiven Kupon von 9,75 Prozent belastete. Die neuen Papiere, aufgeteilt in Tranchen bis 2031 und 2033, liegen mit Verzinsungen von 5,750 beziehungsweise 6,250 Prozent drastisch unter diesem Niveau.

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Zusätzlich zahlt Eutelsat eine 2027 fällige Anleihe sowie Bankkredite zurück. Marktbeobachter werten die Konditionen als Erfolg, da die finale Preisgestaltung günstiger ausfiel als die anfänglichen Renditeerwartungen von bis zu 6,875 Prozent.

Ratingagenturen honorieren den Kurs

Die verbesserten Finanzierungskonditionen reflektieren das gestiegene Vertrauen der Gläubiger. Vor dem Hintergrund sinkender Verschuldung – das Verhältnis von Nettoschuld zu bereinigtem EBITDA verbesserte sich binnen eines Jahres von 3,92 auf 2,00 – hoben die Ratingagenturen ihre Einstufungen an. Fitch verbesserte die Bonität zuletzt um drei Stufen auf BB, während Moody's das Rating um zwei Stufen auf Ba3 anhob.

Dies verschafft Eutelsat den nötigen finanziellen Spielraum für den operativen Umbau. Das Unternehmen setzt verstärkt auf die OneWeb-Konstellation im niedrigen Erdorbit (LEO), deren Umsätze im ersten Halbjahr um knapp 60 Prozent zulegten und mittlerweile ein Fünftel der Gesamterlöse ausmachen.

Mit der für den 5. März 2026 geplanten Ausgabe der Anleihen schließt das Management das letzte Kapitel seiner strategischen Refinanzierung ab. Der Fokus verschiebt sich nun vollständig auf die operative Exekution: Die gesunkenen Finanzierungskosten müssen genutzt werden, um die Skalierung der OneWeb-Konstellation voranzutreiben und die strukturellen Umsatzrückgänge im klassischen Video-Segment dauerhaft zu kompensieren.

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