Der französische Satellitenbetreiber hat sich gestern 670 Millionen Euro frisches Kapital gesichert. Die Kapitalerhöhung stieß auf starke Nachfrage – mit einer Überzeichnung von 133 Prozent zeigten institutionelle Investoren klares Interesse. Trotzdem steht die Aktie heute unter Druck: Der Abschlag bei der Platzierung zieht den Kurs auf rund 1,73 Euro, ein Minus von über 6 Prozent. Die Marktkapitalisierung schrumpft damit auf knapp 1,2 Milliarden Euro.

Die wichtigsten Fakten:
* 670 Millionen Euro Bruttoerlös durch Kapitalerhöhung
* Überzeichnung von 133 Prozent
* Neue Aktien seit 18. Dezember in London und Paris handelbar
* Kurs fällt auf 1,73 Euro (-6 Prozent)
* Marktkapitalisierung bei 1,2 Milliarden Euro

Verwässerung drückt auf den Kurs

Der Rückgang ist eine direkte Folge der Verwässerung durch die neuen Anteile. Obwohl die Platzierung technisch erfolgreich verlief, müssen Altaktionäre nun eine niedrigere Bewertung je Aktie hinnehmen. Der Abschlag bei der Ausgabe der neuen Titel wirkt sich unmittelbar auf den Börsenkurs aus. Für den Konzern bedeutet das Kapital jedoch finanzielle Luft für den weiteren Ausbau der OneWeb-Konstellation im niedrigen Erdorbit.

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Neue Partnerschaft im Verteidigungsgeschäft

Parallel zur Finanzierungsrunde setzt Eutelsat auf operative Fortschritte im Regierungsgeschäft. Die US-Tochter Eutelsat Network Solutions gab eine Kooperation mit Intellian Technologies bekannt. Gemeinsam bringen beide Partner das "OW7MP Manpack"-Terminal auf den Markt – ein mobiles System für militärische Einsätze.

Das Gerät nutzt das OneWeb LEO-Netzwerk und verspricht niedrige Latenz bei hoher Verfügbarkeit. Mit dieser Fokussierung auf Verteidigungskunden will sich der Konzern stabilere Einnahmequellen erschließen, abseits des umkämpften Medien- und Breitbandmarktes.

Preisdruck aus Indien verschärft die Lage

Die Margen im Satellitensektor bleiben unter Druck. Besonders aus Indien kommen derzeit aggressive Forderungen: Die Regierung drängt Anbieter wie Eutelsat OneWeb und Starlink zu extrem niedrigen Volumenmodellen, um mit terrestrischen Netzen konkurrieren zu können. Das verschärft den ohnehin harten Preiswettbewerb in einem Schlüsselmarkt.

Die frischen 670 Millionen Euro sichern zwar kurzfristig die Liquidität für den Netzausbau. Doch der Aktienkurs leidet unter der Verwässerung und dem intensiven Preiskampf. Technisch ist der Titel damit klar angeschlagen – die Marktkapitalisierung von nur noch 1,2 Milliarden Euro zeigt, wie skeptisch Investoren die Ertragsperspektiven derzeit einschätzen.

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