Der Satellitenbetreiber Eutelsat hat sein umfassendes Refinanzierungsprogramm im Volumen von rund fünf Milliarden Euro erfolgreich beendet. Mit dem Abschluss einer letzten Großanleihe sichert sich das Unternehmen die finanzielle Basis für einen strategischen Umbau. Im Zentrum steht dabei der Ausbau des Low-Earth-Orbit-Netzwerks (LEO) als europäische Alternative zu US-Anbietern.

Letzter Baustein der Refinanzierung

Kürzlich schloss Eutelsat die Platzierung einer unbesicherten Anleihe über 1,5 Milliarden Euro ab. Diese teilt sich in zwei Tranchen auf: 850 Millionen Euro mit fünfjähriger Laufzeit und einem Kupon von 5,75 Prozent sowie 650 Millionen Euro auf sieben Jahre zu 6,25 Prozent. Die Mittel fließen direkt in die vollständige Tilgung zweier älterer Anleihen, die 2027 und 2029 fällig geworden wären.

Dieser Schritt markiert den finalen Abschluss einer Restrukturierung, die bereits 2025 begann. Zuvor hatte sich der Konzern bereits Termindarlehen, Kreditfazilitäten und eine staatlich besicherte Exportfinanzierung in Milliardenhöhe gesichert.

Vereinfachte Struktur bringt Rating-Upgrades

Ein zentrales Ziel des Programms war es, die komplexe Schuldenstruktur des Unternehmens zu bereinigen. Bisher lag der Großteil der Verbindlichkeiten auf der Ebene der Tochtergesellschaft Eutelsat SA, was zu strukturellen Nachteilen führte. Nun bündelt die Dachgesellschaft Eutelsat Communications SA die neuen Instrumente, unterstützt durch Garantien der Tochtergesellschaften.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eutelsat?

Die Ratingagenturen honorierten diese finanzielle Aufstellung bereits. Sowohl Moody's als auch Fitch hoben die Bonitätseinstufung des Unternehmens deutlich auf Ba3 beziehungsweise BB an.

Wachstumstreiber LEO-Satelliten

Doch rechnet sich die milliardenschwere Neuausrichtung? Die aktuellen Zahlen des integrierten OneWeb-Segments deuten darauf hin. Im vergangenen Halbjahr kletterten die Einnahmen aus OneWeb-Diensten um 60 Prozent. Gerade bei staatlichen Kunden profitiert Eutelsat von seiner Position als europäischer Anbieter, da viele Regierungen aus Souveränitätsgründen nicht auf US-Netzwerke zurückgreifen möchten.

Insgesamt plant der Konzern zwischen 2026 und 2029 Investitionen von rund vier Milliarden Euro. Ein Großteil davon fließt in die Beschaffung von 440 neuen LEO-Satelliten von Airbus, um das bestehende Netzwerk schrittweise zu modernisieren und die operativen Kapazitäten zu sichern.

Die finanziellen Weichen für die kommenden Jahre sind nun gestellt. Mit den gesicherten Mitteln treibt Eutelsat die Expansion im Bereich der erdnahen Umlaufbahnen gezielt voran. Das Management rechnet fest damit, dass die LEO-Dienste bis zum Geschäftsjahr 2028/2029 über 1,5 Milliarden Euro zum Konzernumsatz beitragen und damit die erwarteten Rückgänge im traditionellen geostationären Geschäft vollständig kompensieren.

Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 10. März liefert die Antwort:

Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...