ASX 200 Banks: Heftiger Rücksetzer
Australiens Bankensektor erlebte am Donnerstag einen deutlichen Dämpfer. Steigende Anleiherenditen und ein sprunghafter Anstieg der Ölpreise schüren die Sorge vor einer aggressiven Zinserhöhung der australischen Zentralbank in der kommenden Woche. Anleger fürchten nun, dass die negativen Folgen der schnellen Zinswende die Vorteile höherer Margen überwiegen könnten.
Renditesprung und Inflationssorgen
Der Auslöser für den Ausverkauf war ein toxischer Mix aus Makrodaten. Die Rendite zehnjähriger australischer Staatsanleihen kletterte auf 4,96 % – den höchsten Stand seit dem Jahr 2011. Parallel dazu verteuerte sich Rohöl der Sorte WTI um über sieben Prozent auf fast 95 US-Dollar. Diese Entwicklung befeuert neue Inflationsängste und setzt die Reserve Bank of Australia (RBA) unter Zugzwang, die Zinsen bereits am nächsten Dienstag deutlicher anzuheben als bisher erwartet.
Der S&P/ASX 200 Banks Index verlor infolgedessen 1,45 % und schloss bei 4.288,51 Punkten. Das Handelsvolumen lag dabei rund 18 % über dem Durchschnitt der letzten 20 Tage, was auf einen verstärkten Ausstieg institutioneller Investoren hindeutet.
Macquarie und Großbanken unter Druck
Besonders hart traf es die Macquarie Group, deren Kurs um 2,67 % auf 195,75 AUD nachgab. Höhere Renditen belasten hier vor allem die Bewertung im Asset Management und im Kapitalmarktgeschäft. Auch die „Big Four“ der Branche verbuchten durchweg Verluste:
- ANZ Group: Minus 2,53 % auf 37,02 AUD (trotz positiver operativer Updates)
- National Australia Bank (NAB): Minus 1,96 % auf 46,40 AUD
- Commonwealth Bank (CBA): Minus 1,22 % auf 118,45 AUD
- Westpac: Minus 1,19 % auf 40,54 AUD
Das Dilemma für die Geldhäuser ist offensichtlich. Zwar verbessern steigende Zinsen in der Regel die Nettozinsmargen, doch das Tempo des aktuellen Renditeanstiegs bereitet Sorgen. Marktteilnehmer befürchten, dass die Refinanzierungskosten für die Banken sprunghaft steigen und gleichzeitig das Risiko für Kreditausfälle zunimmt.
Technische Lage verschlechtert sich
Mit dem heutigen Kursrutsch ist der Banken-Index unter seinen kurzfristigen Durchschnitt (5-Tage-Linie) gefallen. Dies signalisiert einen kurzfristigen Momentumwechsel zugunsten der Bären. Während die Marke von 4.250 Punkten nun als psychologische Unterstützung dient, hat sich der Bereich um 4.351 Punkte zu einem Widerstand gewandelt.
Die Volatilität dürfte vorerst hoch bleiben. Am 17. März entscheidet die RBA über den Leitzins; die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 75 % für einen Zinsschritt um 25 Basispunkte ein. Zuvor dürften die US-Inflationsdaten am heutigen Abend weitere Impulse liefern und bestimmen, ob der australische Finanzsektor seine mittelfristige Unterstützung bei 4.158 Punkten verteidigen kann.
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