Newmont Aktie: Inflation bremst Rally
Der weltgrößte Goldproduzent Newmont spürt den Gegenwind der US-Geldpolitik. Obwohl das Unternehmen nach einem Rekordjahr 2025 auf einem soliden finanziellen Fundament steht, sorgen hartnäckige Inflationsdaten für Zurückhaltung bei den Anlegern. Die Sorge vor anhaltend hohen Zinsen dämpft aktuell die Attraktivität des Edelmetalls und zieht die Minenbetreiber mit nach unten.
Auslöser für die jüngste Schwäche sind die US-Verbraucherpreise für den Februar. Die Inflation verharrt hartnäckig über dem Zwei-Prozent-Ziel der US-Notenbank Fed. Marktbeobachter befürchten nun einen deutlichen Anstieg der Teuerungsrate im März. Dieses Szenario macht zinstragende Anleihen im Vergleich zum zinslosen Gold attraktiver. Entsprechend geriet der Goldpreis unter Druck, was sich direkt auf die Margen und den freien Cashflow der Minenbetreiber auswirkt. In diesem Umfeld verzeichnet die Newmont-Aktie heute einen Rückgang von 1,47 Prozent auf 98,77 Euro.
Starke Zahlen treffen auf Produktionsdelle
Abseits der makroökonomischen Schwankungen präsentiert sich das operative Geschäft äußerst robust. Dank des massiv gestiegenen Goldpreises im vergangenen Jahr konnte Newmont seinen Nettogewinn 2025 auf 7,2 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln. Gleichzeitig baute der Konzern Schulden in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar ab und erhöhte die Quartalsdividende leicht.
Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management jedoch mit einem Produktionsrückgang auf rund 5,3 Millionen Unzen. Verantwortlich dafür sind geplante Verkäufe, veränderte Abbaupläne sowie die Folgen von Buschbränden an einem australischen Standort. Wegen des voraussichtlich höheren durchschnittlichen Goldpreises sollen die Gewinne im Jahresverlauf dennoch weiter steigen.
Streit in Nevada sorgt für Unsicherheit
Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ist der eskalierende Konflikt mit Barrick Gold. Es geht um das Joint Venture Nevada Gold Mines, den weltweit größten Goldminenkomplex. Newmont hält an diesem strategisch wichtigen Projekt einen Anteil von 38,5 Prozent, während Barrick als Mehrheitseigentümer die operative Führung innehat.
Diese Auseinandersetzung bringt rechtliche und operative Risiken für eines der wichtigsten Assets von Newmont mit sich. Bereits jetzt signalisiert Barrick für 2026 eine geringere Produktion aus den Minen in Nevada, was die Gesamtprognose von Newmont zusätzlich belastet.
Günstige Bewertung als Puffer
Trotz der aktuellen Kursverluste und der operativen Herausforderungen in Nevada ist das Unternehmen historisch günstig bewertet. Mit einem erwarteten EV/EBITDA-Verhältnis von 7,3 notiert das Papier deutlich unter dem 30-Jahres-Durchschnitt von etwa 18. Analysten gehen davon aus, dass sich das Gewinnwachstum in den kommenden Jahren fortsetzt. Neue fundamentale Erkenntnisse zur operativen Entwicklung und den tatsächlichen Auswirkungen des Goldpreises liefert der nächste Quartalsbericht, der für den 21. April 2026 angesetzt ist.
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