European Lithium weitet sein Geschäftsfeld massiv aus. Das auf Lithium spezialisierte Unternehmen übernimmt den US-Titanproduzenten Velta Holding – und zwar komplett. Die reine Aktientransaktion bringt etablierte Produktionsanlagen in der Ukraine ins Portfolio. Ist das der Startschuss für eine neue Wachstumsphase?

Am 27. Januar 2026 gab European Lithium bekannt, 100% der Anteile an Velta Holding zu erwerben. Der Kaufpreis: rund 173 Millionen neue Aktien, die an die bisherigen Velta-Aktionäre ausgegeben werden. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der finalen Prüfung und üblicher Vollzugsbedingungen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei European Lithium?

Was European Lithium damit bekommt

Velta betreibt integrierte Ilmenit- und Titanerz-Minen samt Verarbeitungsanlagen in der Zentralukraine. Dazu gehören der Burzulivsky-Komplex und die Likarivskoye-Lagerstätte. Nach Unternehmensangaben steuert Velta etwa 2% zum globalen Markt für Titan-Rohmaterialien bei.

Die Anlagen liefern Ausgangsstoffe für Branchen wie Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Energie und fortgeschrittene Fertigung. European Lithium plant, eine integrierte Produktionskette aufzubauen – von der Förderung über die Verarbeitung bis zur Herstellung von Komponenten für additive Fertigung. Das Versprechen: höhere Margen durch Wertschöpfung.

Ein Detail mit politischem Gewicht: Velta gilt als Prioritätsprojekt im Rahmen des US-Ukraine-Mineralressourcen-Abkommens. Das unterstreicht die strategische Bedeutung für westliche Lieferketten.

Produktion trotz Konflikt

Trotz der anhaltenden Kampfhandlungen in der Ukraine hat Velta den Betrieb aufrechterhalten und seine Exportmärkte beliefert. European Lithium betont allerdings, dass künftige Kapazitätserweiterungen oder Investitionen von der Sicherheitslage abhängen – und natürlich vom erfolgreichen Abschluss der Übernahme.

Executive Chairman Tony Sage sieht in dem Deal eine sinnvolle Ergänzung zum Lithium-Portfolio. Velta-Chef Andriy Brodsky hebt hervor, die Transaktion unterstütze die langfristige Strategie, mehr Wertschöpfung in der Ukraine und den USA zu konzentrieren.

Das Portfolio wächst

European Lithium besitzt bereits Lithium-Assets in Österreich, der Ukraine und Irland sowie Beteiligungen in Australien und am Tanbreez-Seltenerden-Projekt in Grönland. Hinzu kommt eine 44,98%-Beteiligung an Critical Metals, die das Unternehmen per 26. Januar 2026 mit rund 879 Millionen US-Dollar bewertete.

Parallel zur Übernahme-Ankündigung beantragte European Lithium am 27. Januar die Notierung von knapp 5 Millionen neuen Aktien an der ASX – entstanden durch die Ausübung von Optionen.

Die Übernahme verschiebt das Profil des Unternehmens deutlich: Aus dem Lithium-Spezialisten wird ein diversifizierter Akteur im Bereich kritischer Rohstoffe. Ob die Integration der ukrainischen Titan-Anlagen gelingt und ob die geplante Wertschöpfungskette tatsächlich höhere Margen bringt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

European Lithium-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue European Lithium-Analyse vom 29. Januar liefert die Antwort:

Die neusten European Lithium-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für European Lithium-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

European Lithium: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...