Mitten im Konzernumbau sendet Nestlé ein klares Signal an einkommensorientierte Anleger: Die Dividende steigt auf 3,10 Franken je Aktie — fünf Rappen mehr als im Vorjahr. Das ist bemerkenswert, denn das operative Umfeld war 2025 alles andere als komfortabel.

Hohe Kaffee- und Kakaopreise drückten auf die Marge, der zugrundeliegende Gewinn je Aktie sank um 7,3 Prozent auf 4,42 Franken. Trotzdem beschloss der Verwaltungsrat die Anhebung. Die Hauptversammlung am 16. April soll die Ausschüttung bestätigen, der Ex-Dividenden-Tag folgt am 20. April.

Sparprogramm übertrifft Ziele

Rückenwind kommt vom internen Effizienzprogramm „Fuel for Growth". Es erzielte 2025 Einsparungen von 1,1 Milliarden Franken — rund 350 Millionen mehr als geplant. Nestlé hat daraufhin das Gesamtziel auf 3 Milliarden Franken bis Ende 2027 angehoben und das Jahresziel für 2026 von ursprünglich 1,4 auf 2,0 Milliarden Franken erhöht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nestle?

Parallel bestätigte Moody's Anfang März das Kreditrating bei Aa3 mit stabilem Ausblick. Der Free Cashflow lag 2025 bei 9,2 Milliarden Franken; für 2026 erwartet das Unternehmen erneut über 9 Milliarden.

Belastungen noch nicht ausgeräumt

Auf der anderen Seite bleiben konkrete Belastungen. Ein Rückruf von Säuglingsnahrung wegen Cereulid-Kontamination kostete 2025 rund 185 Millionen Franken. Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management mit weiteren Einmalkosten von etwa 200 Millionen Franken aus demselben Vorfall — der Rückruf soll das organische Wachstum im laufenden Jahr zudem um rund 20 Basispunkte belasten.

Auf Portfolioebene laufen Desinvestitionen: Das verbleibende Eiscreme-Geschäft steht kurz vor einem Verkauf an Froneri, für die Wassersparte läuft ein Partnerschaftsprozess mit erwarteter Entkonsolidierung ab 2027.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt Nestlé ein organisches Wachstum von 3 bis 4 Prozent an, mit einer Margenverbesserung, die sich laut Management vor allem im zweiten Halbjahr entfalten soll — wenn Kostensenkungen und Wachstumsinitiativen gleichzeitig greifen. Ob diese Beschleunigung tatsächlich einsetzt, wird die eigentliche Bewährungsprobe für die Strategie des neuen Managements.

Nestle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nestle-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:

Die neusten Nestle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nestle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nestle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...