Eutelsat Aktie: Afrika-Offensive
Eutelsat geht nach erfolgreichen Tests in die Offensive: Die Vernetzung der gabunischen Eisenbahnlinie "Transgabonais" ist gestartet. In Kooperation mit Airtel Gabon versorgt der Satellitenkonzern nun Passagierzüge mit breitbandigem Internet über die OneWeb-Konstellation. Die Besonderheit: Während Wettbewerber Starlink in Uganda regulatorische Probleme bewältigen muss, positioniert sich Eutelsat gezielt als verlässlicher Partner für B2B-Projekte in Afrika.
Die wichtigsten Fakten:
* OneWeb-Terminals erreichten in Tests bis zu 100 Mbps auf fahrenden Zügen
* Airtel Gabon als lokaler Partner minimiert regulatorische Risiken
* Projekt dient als Blaupause für weitere Infrastruktur-Deals in der Region
Timing trifft auf Wettbewerber-Schwäche
Der Deal kommt zu einem taktisch günstigen Zeitpunkt. Starlink musste seine Dienste im benachbarten Uganda nach behördlicher Anordnung vorübergehend aussetzen. Diese Unterbrechung beim Marktführer öffnet Eutelsat ein Zeitfenster, sich als stabiler, konformer Anbieter für Regierungen und Großunternehmen in Afrika zu etablieren.
Während Starlink im Endkundengeschäft dominiert, setzt Eutelsat auf einen B2B2C-Ansatz: Die Kombination aus GEO- und LEO-Kapazitäten plus lokale Telco-Partnerschaften wie Airtel oder die Paratus Group macht das Modell weniger anfällig für regulatorische Alleingänge. Der Eisenbahn-Auftrag unterstreicht diese Strategie, bei der lokale Partner als Lizenzinhaber fungieren und höhere Margen als im reinen Consumer-Geschäft ermöglichen.
Marktreaktion verhalten
Die Aktie reagierte gestern mit einem Plus von 0,16 Prozent auf 1,85 Euro und stabilisiert sich damit auf niedrigem Niveau. Investoren bleiben dennoch vorsichtig. Der Markt wartet auf den Beweis, dass solche Einzelprojekte in der Summe ausreichen, um die hohen Investitionskosten der Gen-2-Satelliten zu decken und die Verschuldung abzubauen.
Nach den technischen Herausforderungen Anfang 2025 – darunter Software-Probleme im Bodensegment – konzentriert sich das Management nun strikt auf operative Exzellenz und die Monetarisierung der Assets.
Entscheidend wird die Skalierung
Zwei Faktoren bestimmen die weitere Entwicklung: Erstens die Skalierbarkeit – folgen weitere Deals mit Airtel in Kenia oder Nigeria? Zweitens die Umsatzwirksamkeit – wie schnell schlagen sich die B2B-Verträge im Cashflow nieder? Gelingt es Eutelsat, die Schwächephase von Starlink in bestimmten Regionen zu nutzen, könnte dies der Aktie kurzfristig Auftrieb verleihen. Charttechnisch bleibt der Wert jedoch angeschlagen und benötigt nachhaltige Erfolgsmeldungen, um den Abwärtstrend zu brechen.
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








