European Lithium hat einen Teil seiner Beteiligung an Critical Metals Corp. (CRML) verkauft und damit seine Liquidität deutlich erhöht. Der Fokus bleibt dennoch klar auf dem Wolfsberg-Lithiumprojekt in Österreich. Wie verändert der Liquiditätszufluss den Handlungsspielraum des Unternehmens?

Details zur Beteiligungsveräußerung

Das Unternehmen meldete den Verkauf von 5 Millionen Stammaktien der US-notierten Critical Metals Corp.
Der Nettoerlös lag bei rund 124 Millionen Australischen Dollar. Die Barmittel von European Lithium steigen damit auf 322 Millionen Australische Dollar.

Wesentliche Eckdaten der Transaktion:

  • Verkaufte Anteile: 5 Mio. CRML-Aktien
  • Nettoerlös: ca. 124 Mio. A$
  • Neue Barreserve: 322 Mio. A$
  • Verbleibende CRML-Beteiligung: 48.036.338 Aktien
  • Zeitpunkt der Mitteilung: rund um den 21. Januar 2026

Trotz der Teilveräußerung bleibt die Beteiligung an Critical Metals umfangreich. Das Management betonte, dass der Mittelzufluss die Bilanz stärkt und zusätzliche Flexibilität schafft – sowohl für die Weiterentwicklung laufender Projekte als auch für mögliche neue Optionen einschließlich einer möglichen Rückführung von Kapital an die Aktionäre.

Die Transaktion erfolgt in einem Umfeld, in dem Unternehmen für Lithium und andere kritische Rohstoffe strategisch im Fokus vieler Industrien stehen, insbesondere mit Blick auf Energie- und Mobilitätswende.

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Wolfsberg-Projekt im Mittelpunkt

Kernprojekt bleibt die Lithiumlagerstätte Wolfsberg in Kärnten. Sie gilt als erste vollständig genehmigte Lithium-Mine in Europa und liegt strategisch günstig für die Versorgung des europäischen Marktes.

Ein zentraler Baustein der Projektstrategie ist eine verbindliche Abnahmevereinbarung mit BMW. Der Autokonzern erhält ein Vorkaufsrecht auf 100 % der am Standort Wolfsberg produzierten Lithiumhydroxid-Mengen. Damit ist ein wesentlicher Teil der künftigen Produktion vertraglich adressiert.

Ende 2025 kam es jedoch zu einem Rückschlag auf der regulatorischen Seite: Das österreichische Bundesverwaltungsgericht hob eine Genehmigung für das Projekt auf. In der Folge ist eine erneute Prüfung der Umweltverträglichkeit erforderlich, was die Projektentwicklung verzögert und zusätzliche Anforderungen an Planung und Kommunikation mit den Behörden stellt.

Marktumfeld für Lithium

Der Lithiummarkt startet nach einem schwierigen Jahr 2025 ins Jahr 2026. Das Vorjahr war von Überangebot und sinkenden Preisen geprägt. Entsprechend standen viele Produzenten und Entwickler unter Druck.

Für 2026 rechnen Marktbeobachter mit einer Phase der Neuausrichtung. Eine wichtige Rolle soll dabei die wachsende Nachfrage aus dem Bereich der Energiespeichersysteme (ESS) spielen. Der Ausbau erneuerbarer Energien erhöht den Bedarf an Netzbatteriespeichern, was die Nachfrage nach Lithium langfristig stützen könnte.

Für European Lithium bedeutet der höhere Kassenbestand in diesem Umfeld vor allem eines: Das Unternehmen kann die nächsten Schritte beim Wolfsberg-Projekt und möglichen weiteren Initiativen finanziell besser unterlegt angehen, während sich der Markt für Lithium nach der Korrekturphase neu sortiert.

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