Ethereum baut leise, aber konsequent an seinem „Institutionen-Unterbau“. Während sich wichtige Infrastruktur-Anbieter enger zusammenschließen, zeigen On-Chain-Daten zugleich ein spannendes Umschichten zwischen großen und kleinen Anlegergruppen. Was steckt hinter dieser Mischung aus Ausbau und Bewegung im Netzwerk?

EEA holt drei Schwergewichte an Bord

Die Enterprise Ethereum Alliance (EEA) hat gestern (11. Februar) Polygon Labs, Ethena und Nethermind als neue Mitglieder aufgenommen. Das ist vor allem ein Signal in Richtung Unternehmen und regulierte Anwendungen: Die EEA dient als neutrale Koordinationsschicht, in der Konzerne und Protokoll-Teams Standards und Anforderungen für den Einsatz von Ethereum im Enterprise-Umfeld abstimmen.

Die drei Neuzugänge decken zentrale Bausteine ab:
- Polygon Labs: Fokus auf Infrastruktur, unter anderem für Zahlungs-Schienen
- Ethena: arbeitet an „Financial Primitives“, also grundlegenden Bausteinen für Finanzanwendungen
- Nethermind: stark in Protocol Engineering, also Kernentwicklung und technische Umsetzung

In der Summe stützt das die Rolle Ethereums als Basis-Abwicklungsebene („Settlement Layer“) für Finanzanwendungen – von tokenisierten Einlagen bis zu grenzüberschreitenden Transaktionen. Laut Quelltext wird genau das bereits von großen Instituten wie JPMorgan Chase, Citi und Bank of America erprobt.

On-Chain: Wale geben ab, Kleine sammeln ein

Parallel zum Ausbau der institutionellen Infrastruktur zeigt die letzte Woche ein differenziertes Bild bei den Beständen:

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  • Wallets mit mehr als 1.000 ETH („Whales“) rutschten laut Santiment mit ihrem Anteil unter 75% der Gesamtmenge – zum ersten Mal seit sieben Monaten. Das deutet auf eine Phase hin, in der ein Teil der größten Halter verteilt.
  • Wallets mit weniger als 1 ETH halten inzwischen mehr als 2,3% des Angebots – ein Rekordwert.
  • Adressen mit 1 bis 1.000 ETH erhöhten ihren Anteil auf über 23%, den höchsten Stand seit Mitte 2025.

Zusätzlich meldet CryptoQuant einen starken Effekt bei den Börsenbeständen: In den letzten Tagen seien über 220.000 ETH von zentralen Börsen abgeflossen – der größte Abzug seit Oktober des Vorjahres. Solche Bewegungen werden häufig damit in Verbindung gebracht, dass Anleger Coins in private Wallets verschieben, was das kurzfristig verfügbare Verkaufsangebot senken kann.

Sicherheit und ZK-Upgrades: Der „Unterbau“ wird verstärkt

Auch bei der Weiterentwicklung legt das Ökosystem nach. Am 10. Februar kündigte die Ethereum Foundation eine Partnerschaft mit der Security Alliance (SEAL) an. Ziel ist eine gemeinsame Abwehrlinie gegen Wallet-Drainer und andere Angriffe – inklusive Bedrohungsinformationen in Echtzeit für Web3.

Gleichzeitig skizzieren Forscher der Ethereum Foundation eine „stille“, aber grundlegende Umstellung mithilfe von Zero-Knowledge-Proofs. Erwartet wird eine deutliche Entlastung für Validatoren: weniger Rechenaufwand, potenziell höhere Geschwindigkeit und niedrigere Hardware-Anforderungen. Das passt in die größere Roadmap, die Durchsatz erhöhen soll, ohne die Dezentralisierung zu opfern.

Der Markt bleibt laut Quelltext dennoch unter Druck – getrieben von makroökonomischen Faktoren und jüngsten Liquidationen. Das spiegelt sich auch im Kursbild: In den letzten 30 Tagen liegt Ethereum rund 36% im Minus. Entscheidend ist nun, ob der institutionelle Ausbau, die Sicherheitsinitiativen und die Verschiebungen bei den Haltergruppen den Boden für mehr Stabilität im Netzwerk legen – auch wenn der Preis kurzfristig weiter anfällig bleibt.

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