Die Erste Group hat alle Bedingungen für die Übernahme der Santander Bank Polska erfüllt. Am 23. Dezember erfolgte der Verkauf des 60%-Anteils an der Santander Consumer Bank S.A. durch die Santander Bank Polska an die Santander Group – die letzte ausstehende Voraussetzung für den Abschluss der Transaktion. Damit ist der Weg frei für den Einstieg des österreichischen Finanzinstituts in einen der größten Märkte Zentral- und Osteuropas. Der Abschluss der Transaktion wird für Mitte Jänner 2026 erwartet. Der Deal wird vollständig aus eigenen Mitteln finanziert – ein Zeichen der Kapitalstärke.

Was die Genehmigung bedeutet

Die polnische Finanzaufsicht KNF hatte bereits am 17. Dezember grünes Licht für den Erwerb eines kontrollierenden Anteils von rund 49 Prozent an der Santander Bank Polska erteilt. Zusätzlich übernimmt die Erste Group eine 50-prozentige Beteiligung an der Santander TFI, einer Investmentfondsgesellschaft. Der Abschluss der Transaktion war an die üblichen regulatorischen Genehmigungen gebunden, darunter die Zustimmung der KNF sowie die kartellrechtliche Genehmigung durch die Europäische Kommission. Zusätzlich war der Verkauf des 60%-Anteils an der Santander Consumer Bank S.A. durch die Santander Bank Polska an die Santander Group erforderlich. Alle diese Bedingungen sind nun erfüllt.

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Der Deal schließt eine geografische Lücke im Portfolio der Erste Group. Bislang konzentrierte sich das Institut auf Österreich, Tschechien und Rumänien. Mit Polen kommt nun eine Volkswirtschaft hinzu, die das Ertragspotenzial deutlich diversifiziert und die Abhängigkeit von den bisherigen Kernmärkten verringert.

Marktreaktion

Die Nachricht über die Erfüllung aller Bedingungen wurde am 23. Dezember um 17 Uhr kommuniziert. Die Wiener Börse war an diesem Tag noch bis 17:30 Uhr geöffnet, sodass der Markt die Meldung teilweise einpreisen konnte. Nach den Weihnachtsfeiertagen wird sich zeigen, wie Investoren die strategische Prämie dieses Markteintritts vollständig bewerten.

Die Fähigkeit, eine Übernahme dieser Größenordnung ohne Kapitalerhöhung zu stemmen, unterstreicht die solide Eigenkapitalausstattung der Bank. Das könnte bei der Neubewertung durch Analysten positiv ins Gewicht fallen.

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