E.ON liefert beim Gewinn ab – und dreht gleichzeitig an der Investitionsschraube. Das Unternehmen hat 2025 die eigene Prognose am oberen Ende getroffen, die Dividende soll erneut steigen und das Programm bis 2030 wird größer. Entscheidend ist jetzt, wie sich die neue Ergebnislogik mit regulatorischen Effekten in der 2026er-Prognose bemerkbar macht.

Zahlen: Prognose getroffen, Dividende rauf

Für 2025 meldet E.ON ein bereinigtes Konzern-EBITDA von 9,8 Mrd. Euro und damit das obere Ende der eigenen Spanne (9,6 bis 9,8 Mrd. Euro). Der bereinigte Konzernüberschuss stieg auf 3,0 Mrd. Euro, das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 1,16 Euro.

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Aktionäre sollen ebenfalls profitieren: Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie vorschlagen, ein Plus von 4% gegenüber dem Vorjahr.

An der Börse spiegelt sich die Zuversicht der vergangenen Monate wider: Der Kurs liegt heute bei 19,54 Euro (‑0,89%), hat aber in den letzten 12 Monaten +59,32% zugelegt und notiert nur knapp unter dem jüngsten 52‑Wochen‑Hoch von 19,71 Euro.

Netze als Motor – und der Hebel für 48 Milliarden

Der wichtigste Wachstumstreiber bleibt das Netzgeschäft. Im Segment Energy Networks kletterte das bereinigte EBITDA um 12% auf 7,7 Mrd. Euro. E.ON führt das vor allem auf das Wachstum infolge massiver Investitionen zurück.

Passend dazu hebt der Konzern die Investitionsambitionen deutlich an: 2025 lagen die Gesamtinvestitionen bei 8,5 Mrd. Euro, davon 7,0 Mrd. Euro im Netzsegment. Für 2026 bis 2030 wächst die Investitionsplanung auf 48 Mrd. Euro (zuvor 43 Mrd. Euro).

Auch operativ setzt E.ON Akzente bei der Modernisierung: Beim Smart‑Meter‑Rollout in Deutschland lag die Quote Ende 2025 bei 30% und damit über der gesetzlichen Vorgabe von 20%. Außerdem baut E.ON zusammen mit CyrusOne Lösungen für lokale Energieerzeugung rund um Rechenzentren auf – als Reaktion auf den steigenden Bedarf durch KI‑Infrastruktur und zur Entlastung des Stromnetzes.

Ausblick 2026: Neue Anpassung, niedrigere Spanne

Für 2026 stellt E.ON die Prognose methodisch um: Bereinigtes EBITDA und bereinigter Konzernüberschuss werden erstmals um temporäre regulatorische Effekte im Netzgeschäft angepasst. In dieser Logik erwartet der Konzern für 2026 ein bereinigtes EBITDA von 9,4 bis 9,6 Mrd. Euro sowie einen bereinigten Konzernüberschuss von 2,7 bis 2,9 Mrd. Euro.

Der nächste konkrete Datenpunkt folgt zeitnah: Den Quartalsbericht hat E.ON für den 13. Mai 2026 angekündigt – dann wird sich zeigen, wie sich Investitionstempo, Netzbeiträge und die regulatorischen Effekte im laufenden Jahr in den Kennzahlen niederschlagen.

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