Rechenzentren und KI-Infrastruktur treiben den Strombedarf in Europa spürbar nach oben — und E.ON sitzt als Betreiber eines der größten Verteilnetze des Kontinents an einem strategisch günstigen Punkt. Die Aktie hat das bereits eingepreist: Am 13. März markierte sie ein neues 10-Jahres-Hoch, der Kurs liegt seit Jahresbeginn rund 20 Prozent im Plus.

48 Milliarden Euro für den Netzausbau

Der strukturelle Rückenwind ist messbar. Der Energiebedarf deutscher Rechenzentren belief sich 2023 auf knapp 18 Milliarden Kilowattstunden — etwa 3,7 Prozent des gesamten deutschen Stromverbrauchs. Laut Prognosen des Borderstep-Instituts könnte dieser Anteil bis 2030 auf 6 bis 7 Prozent steigen. Für einen Netzbetreiber vom Format E.ONs bedeutet das kontinuierlich wachsende Anschlussnachfrage.

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Die Antwort des Konzerns ist ein Investitionsprogramm von 48 Milliarden Euro für den Zeitraum 2026 bis 2030, davon 40 Milliarden allein für Verteilnetze. Allein 2026 sind 8,7 Milliarden Euro eingeplant. Die operative Basis dafür ist solide: Das bereinigte Konzern-EBITDA stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro, das Segment Energy Networks legte sogar um 12 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro zu.

Regulatorik als entscheidende Variable

Allerdings hängt das ambitionierte Programm an einer Bedingung: den regulatorischen Rahmenbedingungen. Ende März entscheidet die Bundesnetzagentur über den Anpassungsfaktor für Betriebskosten, im November folgt die finale Entscheidung zur Gasregulierung. Geplant sind zudem eine Verkürzung der Regulierungsperiode von fünf auf drei Jahre sowie strengere Effizienzvorgaben — beides würde den Kostendruck auf Netzbetreiber erhöhen.

E.ON hat signalisiert, das Investitionsvolumen bei günstigen Vorgaben noch ausweiten zu wollen. Ob das möglich ist, wird sich schrittweise zeigen. Für die Dividende gilt ein ähnlicher Vorbehalt: Die geplante jährliche Steigerung um bis zu fünf Prozent bis 2030 — für 2025 sind 0,57 Euro je Aktie vorgesehen, zahlbar am 28. April — steht explizit unter regulatorischem Vorbehalt. Der Quartalsbericht am 13. Mai dürfte erste Hinweise liefern, wie die neuen Vorgaben der Behörde das Investitionsprogramm konkret beeinflussen.

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