Chevron muss im östlichen Mittelmeer vorerst auf die Bremse treten. Die israelische Regierung ordnete aus Sicherheitsgründen einen vorübergehenden Produktionsstopp im Leviathan-Gasfeld an – Israels größtem Offshore-Gasvorkommen. Für den US-Energiekonzern kommt die Zwangspause zur Unzeit: Erst kürzlich hatte man eine milliardenschwere Ausbauphase genehmigt.

Expansion trifft auf Sicherheitslage

Das Leviathan-Feld wird von einer Chevron-Tochtergesellschaft mit einem Anteil von 39,66 Prozent betrieben. NewMed Energy hält 45,34 Prozent, Ratio Energies 15 Prozent. Die Anlage sollte eigentlich im Rahmen eines 2,3 Milliarden Dollar teuren Erweiterungsprojekts von derzeit rund 12 Milliarden Kubikmetern auf 21 Milliarden Kubikmeter Jahreskapazität hochgefahren werden. Die erste Phase war bereits beschlossen – nun sorgen die regionalen Spannungen für einen ungeplanten Stillstand.

Es ist bereits die zweite größere Unterbrechung der Gasströme im östlichen Mittelmeer binnen weniger als einem Jahr. Die geopolitischen Risiken in der Region bleiben hoch.

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Irak als neuer Schwerpunkt

Parallel zum Produktionsstopp in Israel sicherte sich Chevron bedeutende neue Ölfeld-Vereinbarungen im Irak. Der Konzern erweitert damit sein Upstream-Portfolio in einer Phase, in der russische Betreiber den irakischen Markt teilweise verlassen. Die Bewegung unterstreicht Chevrons Strategie, trotz volatiler Sicherheitslage die regionale Präsenz im Nahen Osten auszubauen.

Führungsebene verkauft Anteile

Unabhängig von den operativen Entwicklungen zeigen Insidermeldungen Anteilsverkäufe auf Vorstandsebene. CEO Michael K. Wirth verkaufte am 5. Januar 2026 im Rahmen eines vorher festgelegten Handelsplans 320.700 Aktien. Auch Jeff B. Gustavson, Präsident des Bereichs New Energies, trennte sich Ende Februar von 6.667 Anteilen im Wert von 1,24 Millionen Dollar. Andrew Benjamin Walz, Präsident des Bereichs DM&C, veräußerte ebenfalls im Februar Aktien.

Die Transaktionen erfolgten routinemäßig im Rahmen vorab geplanter Programme und sind kein ungewöhnlicher Vorgang. Dennoch werfen sie in Kombination mit den operativen Herausforderungen Fragen nach der kurz- bis mittelfristigen Erwartungshaltung im Management auf.

Der Ölpreis bleibt durch regionale Konflikte, darunter jüngste Angriffe auf iranische Anlagen, erhöht. Chevron navigiert zwischen operativen Risiken in Konfliktgebieten und langfristigen Wachstumschancen. Die Hess-Übernahme hatte bereits im September 2024 die kartellrechtliche Prüfung durch die Federal Trade Commission durchlaufen.

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