E.ON mischt offenbar im britischen Energiemarkt mit: Der Essener Versorger führt Gespräche über die Übernahme der Privatkundensparte des britischen Anbieters Ovo Energy. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf Insider. Doch die Konkurrenz schläft nicht – auch französische Schwergewichte zeigen Interesse.

Mehrere Bieter im Rennen

Neben E.ON haben sich dem Bericht zufolge auch die französische Engie, der Staatskonzern EDF sowie der britische Multiservice-Versorger Telecom Plus als Interessenten positioniert. Das Privatkundengeschäft von Ovo könnte mit mehr als 400 Millionen Pfund (rund 480 Millionen Euro) bewertet werden. Ovo selbst plant eine Kapitalerhöhung, um gesetzliche Kapitalanforderungen zu erfüllen.

Die beteiligten Unternehmen halten sich bislang bedeckt: Ovo, Engie und EDF lehnten eine Stellungnahme ab, E.ON reagierte auf Anfragen nicht. Die Zurückhaltung ist typisch für laufende M&A-Verhandlungen in dieser Phase.

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Für E.ON wäre die Transaktion ein weiterer Schritt zur Stärkung der Position im britischen Privatkundengeschäft. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren sein Netzgeschäft und Kundenportfolio in Großbritannien bereits ausgebaut. Parallel investiert die E.ON-Gruppe über ihre Tochter Westconnect massiv in den Glasfaserausbau in Deutschland – mehr als 600 Kommunen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hessen wurden bereits erschlossen oder befinden sich im Ausbau.

Die E.ON-Aktie reagierte im nachbörslichen Tradegate-Handel am Donnerstag positiv auf die Meldung und legte zeitweise um 1,40 Prozent auf 17,74 Euro zu. Ob aus den Gesprächen tatsächlich eine Übernahme wird, bleibt abzuwarten – die Konkurrenz ist stark, und EDF als französischer Staatskonzern verfügt über erhebliche finanzielle Mittel.

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