48 Milliarden Euro Investitionsvolumen bis 2030 — und ein Vorbehalt, der alles davon abhängen lässt. Die Bundesnetzagentur entscheidet Ende März über den Betriebskosten-Anpassungsfaktor, der die Verzinsungssätze auf E.ONs Netzkapital bestimmt. Ein Bescheid, der den Kurs in den kommenden Wochen maßgeblich prägen dürfte.

Starke Zahlen, gedämpfte Prognose

Die operativen Ergebnisse für 2025 fallen solide aus. Das bereinigte Konzern-EBITDA stieg um neun Prozent auf 9,8 Milliarden Euro und traf damit das obere Ende der eigenen Prognosespanne. Den größten Beitrag lieferte das Segment Energy Networks mit einem EBITDA-Wachstum von zwölf Prozent auf 7,7 Milliarden Euro.

Für 2026 erwartet E.ON jedoch einen vorübergehenden Rückgang: Das bereinigte EBITDA soll zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro liegen, der Konzernüberschuss zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro. Ursache sind temporäre regulatorische Effekte im Netzgeschäft. Mittelfristig bleibt das Ziel ambitioniert — bis 2030 peilt der Konzern ein bereinigtes EBITDA von rund 13 Milliarden Euro an.

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Bonner Behörde hält die Schlüssel

Das Investitionsprogramm von 48 Milliarden Euro — fünf Milliarden mehr als ursprünglich geplant — trägt einen expliziten Vorbehalt. Ohne adäquate Rahmenbedingungen verliert es seinen wirtschaftlichen Unterbau. Neben dem Bescheid Ende März steht im November die finale Entscheidung zur Gasregulierung aus. Zusätzlich plant die Bundesnetzagentur, die Regulierungsperiode von fünf auf drei Jahre zu verkürzen und strengere Effizienzvorgaben einzuführen — beides erhöht den Kostendruck.

Reicht der Anpassungsfaktor aus, um die Rendite auf das geplante Netzkapital auskömmlich zu halten, oder muss E.ON sein Ausbauprogramm zurückstutzen? Diese Frage beantwortet Bonn noch vor dem nächsten Quartalsbericht am 13. Mai. Der Aktienkurs hat seit Jahresbeginn bereits rund 15 Prozent zugelegt — ein Puffer, der bei einer enttäuschenden Entscheidung schnell schmilzt.

Dividende steigt zum zehnten Mal in Folge

Unabhängig vom Regulierungsausgang schlagen Vorstand und Aufsichtsrat für 2025 eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie vor. Ausschüttungstag ist der 28. April, Ex-Tag der 24. April. Damit setzt E.ON eine zehnjährige Serie jährlich steigender Dividenden fort — rund 1,49 Milliarden Euro fließen insgesamt an die Aktionäre.

Ein positives Signal aus Bonn würde den strukturellen Wachstumspfad bestätigen und dem laufenden Aufwärtstrend eine solide Grundlage geben. Ein enttäuschendes Ergebnis hingegen zwingt E.ON zur Überprüfung seiner Ausbaupläne — und stellt die 15-Prozent-Rallye seit Jahresbeginn auf eine harte Probe.

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