Energy Fuels meldet für 2025 bessere Produktionszahlen als geplant – die Aktie tritt zum Jahreswechsel trotzdem auf der Stelle. Die operative Entwicklung liefert Rückenwind, doch der Markt fokussiert sich klar auf Bewertung und Charttechnik. Wie passt das zusammen?

Technisches Bild zum Jahresende

Zum Jahresende 2025 schloss die Aktie gestern bei 14,54 US-Dollar. Nach dem starken Lauf der vergangenen zwölf Monate – der Kurs hat sich in diesem Zeitraum in etwa vervielfacht – liegt das Papier aber deutlich unter seinem 52‑Wochen-Hoch von 22,59 US-Dollar und damit spürbar unter früheren Spitzen.

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Charttechnisch bleibt der Titel damit unter Druck. Der Kurs notiert über seinem 50‑Tage-Durchschnitt von 13,16 US-Dollar, aber weit entfernt von den Hochs, die die Rally im vergangenen Jahr markiert hatten. Mit einer 30‑Tage-Volatilität von rund 81 % bleibt die Aktie zudem deutlich schwankungsanfällig.

Operativ über Plan – Markt verkauft dennoch

Inhaltlich klingen die jüngsten Meldungen deutlich freundlicher als der Kursverlauf. Am 29. Dezember hatte Energy Fuels einen operativen Zwischenstand für 2025 vorgelegt und mit konkreten Kennzahlen die eigene Prognose übertroffen. Normalerweise wäre das ein gutes Fundament für steigende Kurse.

Die wichtigsten Punkte des Updates:

  • Uranförderung: Über 1,6 Millionen Pfund Uran aus den Minen Pinyon Plain und La Sal – rund 11 % über dem oberen Ende der Prognose.
  • Verarbeitung: Die White Mesa Mill produzierte mehr als eine Million Pfund fertiges Uranoxid (U3O8).
  • Verkäufe: Für das vierte Quartal werden rund 360.000 Pfund U3O8 erwartet, etwa 50 % mehr als im dritten Quartal.
  • Umsatz: Der Bruttoumsatz aus Uranverkäufen im vierten Quartal soll etwa 27 Mio. US-Dollar erreichen.

Trotz dieser klar positiven Zahlen setzte sich an der Börse das bekannte Muster einer „Sell the News“-Reaktion durch. Marktteilnehmer hatten den Produktionsanstieg offenbar schon vorweggenommen und richteten den Blick nach der Veröffentlichung stärker auf die Höhe der Bewertung und das allgemeine Sentiment im Sektor, statt auf den reinen Output.

Analystendruck bremst Erholung

Zusätzlichen Gegenwind brachte ein Kommentar von Roth Capital. Die Investmentbank bekräftigte am 30. Dezember ihr „Sell“-Rating, das bereits seit einer Herabstufung vom 5. November gilt. Inhaltlich erkennt Roth zwar das Übertreffen der Produktionsziele an, bleibt aber bei einer kritischen Sicht auf das Verhältnis von Bewertung zu Ertragskraft.

Diese wiederholte Verkaufsempfehlung unmittelbar nach den guten operativen Nachrichten dürfte zur erhöhten Verkaufsbereitschaft beigetragen haben. In der Folge fehlte es dem Kurs an Anschlusskäufen, sodass die Erholung zum Jahresende ausblieb und die Aktie unter wichtigen Marken verharrte.

Ausblick 2026: Verträge und Kosten im Fokus

Für 2026 verweist das Unternehmen vor allem auf die Umsetzung bestehender Lieferverträge. Energy Fuels plant, zwischen 780.000 und 880.000 Pfund U3O8 unter langfristigen Kontrakten auszuliefern. Parallel dazu sollen die Kosten in den kommenden Quartalen spürbar sinken: Ab dem ersten Quartal 2026 erwartet das Management einen Rückgang der Herstellungskosten, da günstigeres Erz aus der Pinyon-Plain-Mine verarbeitet und verkauft wird.

Kurzfristig dominiert allerdings weiterhin Zurückhaltung. Die Aktie hat es nicht geschafft, sich über der psychologisch wichtigen Marke von 15 US-Dollar zu etablieren. Solange der Kurs zentrale mittelfristige Durchschnittslinien nicht nachhaltig zurückerobert, spricht aus Marktsicht mehr für weitere Schwankungen auf der Unterseite, selbst wenn die Produktionszahlen für sich genommen eine solide Grundlage für das neue Jahr bilden.

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