Am gestrigen Donnerstag erlebten Goldanleger ein volatiles Tauziehen. Während die Eskalation im Nahen Osten die Preise zunächst Richtung 5.200 US-Dollar trieb, drückten steigende US-Renditen und ein erstarkender Dollar am Ende massiv auf die Bremse. Kann die Nachfrage nach Sicherheit dem Druck steigender Zinserwartungen dauerhaft standhalten?

Geopolitik gegen Zinsangst

Der Handelstag verdeutlichte das aktuelle Dilemma am Edelmetallmarkt. Nach einem Sprung auf ein Tageshoch von 5.194,59 Dollar drehte die Stimmung deutlich. Der Spot-Preis gab um 1,2 Prozent nach und notierte zuletzt bei 5.076,59 Dollar. Hauptverantwortlich für diesen Richtungswechsel war die Kombination aus steigenden Renditen für US-Staatsanleihen und einem erstarkenden US-Dollar-Index.

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Zwar stützten Berichte über eine Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten – inklusive militärischer Zwischenfälle zwischen den USA, Israel und dem Iran – zunächst die Notierungen. Doch das Augenmerk verschob sich im Tagesverlauf: Die Sorge vor inflationsgetriebenen, dauerhaft hohen Zinsen wog schwerer als der Status als sicherer Hafen. Da Gold keine Zinsen abwirft, verteuern steigende Renditen die Opportunitätskosten für Investoren.

Minenaktien unter Druck

Der Abwärtssog erfasste den gesamten Sektor. Silber verlor 1,8 Prozent auf 81,91 Dollar. Besonders deutlich fielen die Reaktionen bei den Minenbetreibern aus. Branchenriesen wie Newmont Corp und SSR Mining verzeichneten gestern Abschläge zwischen acht und neun Prozent. Die Volatilität im Energiesektor, befeuert durch mögliche Lieferunterbrechungen in der Straße von Hormus, sorgt für zusätzliche Verunsicherung bei der Bewertung von Inflationsrisiken.

Technisch gesehen versucht das Edelmetall aktuell, seine Position innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends zu halten. Eine erste Unterstützung liegt bei 5.070 Dollar. Sollte diese Marke fallen, rückt der 50-Tage-Durchschnitt bei 4.874 Dollar als nächster Ankerpunkt in den Fokus. Auf der Oberseite erweist sich der Bereich um 5.195 Dollar als kurzfristig schwer überwindbare Hürde.

Die kommenden Handelstage hängen nun stark von den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten ab. Signalisieren diese eine weiterhin überhitzte Wirtschaft, könnten die Renditen weiter steigen und den Goldpreis deckeln. Marktteilnehmer achten nun besonders auf die psychologisch wichtige Marke von 5.000 Dollar. Ein Unterschreiten dieses Levels würde trotz der regionalen Instabilität eine tiefere technische Korrektur einleiten.

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