Energy Fuels steuert auf ein entscheidendes Jahr zu. Während das Unternehmen seine Uranproduktion nahezu verdoppeln und mit einer milliardenschweren Übernahme in die Seltenen Erden expandieren will, verkaufen gleich mehrere Direktoren ihre Anteile — kurz vor einem geplanten CEO-Wechsel.

Insider-Verkäufe häufen sich

Am 11. März veräußerten zwei Direktoren Aktien des Unternehmens: Dennis Lyle Higgs trennte sich von 14.000 Stück für rund 280.800 US-Dollar, Barbara Appelin Filas von 5.000 Stück für knapp 97.550 US-Dollar. Bereits am 2. März hatte VP Curtis Moore 10.000 Aktien zu durchschnittlich 23,12 US-Dollar verkauft — ein Rückgang seines Anteils um gut 8 Prozent.

Die Transaktionen fallen in eine Phase, in der die Aktie nach einem Jahreshoch von 23,19 Euro Ende Januar zuletzt unter den 50-Tage-Durchschnitt gerutscht ist.

CEO-Wechsel und milliardenschwere Expansion

Zum 15. April übernimmt Ross Bhappu das Amt des President und CEO. Er bringt mehr als 35 Jahre Erfahrung im Bergbausektor mit, davon fast 25 Jahre bei Resource Capital Funds. Amtsinhaber Mark Chalmers scheidet aus dem Board aus und bleibt zwei Jahre als Berater tätig. Das Unternehmen betont, der Abgang erfolge ohne Meinungsverschiedenheiten über Strategie oder Geschäftspolitik.

Bhappu übernimmt ein operativ deutlich gestärktes Unternehmen. Für 2026 hat das Management die Produktionsguidance auf 2,0 bis 2,5 Millionen Pfund gefördertes U3O8 angehoben — fast doppelt so viel wie 2025. Die Produktionskosten sanken im vergangenen Jahr von 53 auf 43 US-Dollar je Pfund, für 2026 werden Kosten im niedrigen 30er-Bereich erwartet.

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Seltene Erden als zweites Standbein

Parallel läuft eine Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) für rund 299 Millionen US-Dollar. Die Transaktion soll ASMs koreanische Metallanlage mit der White Mesa Mill von Energy Fuels zu einer integrierten Wertschöpfungskette für Seltene Erden verbinden. Eine Machbarkeitsstudie für die geplante Phase-2-Erweiterung der White Mesa Mill weist ein Investitionsvolumen von 410 Millionen US-Dollar aus, einen Kapitalwert von 1,9 Milliarden US-Dollar und eine interne Rendite von 33 Prozent.

Die Finanzierungsbasis ist solide: Eine überzeichnete Wandelanleihe über 700 Millionen US-Dollar zu 0,75 Prozent Kupon spülte netto rund 621 Millionen US-Dollar in die Kasse. Das Working Capital zum Jahresende 2025 belief sich auf etwa 927 Millionen US-Dollar.

Ausblick: Hohe Erwartungen, enge Zeitpläne

Die ASM-Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt mehrerer Genehmigungen — darunter ASM-Aktionäre, der australische Bundesgerichtshof und die FIRB-Behörde. Das Aktionärstreffen ist für Ende Mai oder Anfang Juni geplant, ein Abschluss noch in der ersten Jahreshälfte 2026 angestrebt. Gleichzeitig belasten ältere Uranlieferverträge aus dem Jahr 2022 mit niedrigeren Preisen vorübergehend die durchschnittlich erzielten Erlöse — ein Effekt, der sich erst mit steigenden Verkaufsvolumina auflöst.

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