Energy Fuels steht vor einer paradoxen Situation: Während die Aktie am Freitag 2,3 Prozent verlor und bei 18,16 US-Dollar schloss, bekräftigte die Investmentbank H.C. Wainwright ihre Kaufempfehlung – mit einem Kursziel von 26,75 Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 47 Prozent. Der Grund für die Zuversicht: ein Uranprojekt in Madagaskar, dessen Bewertung gerade massiv nach oben korrigiert wurde.

Vara Mada: 1,8 Milliarden Dollar Projektwert

Kurz vor Handelsschluss veröffentlichte Energy Fuels eine aktualisierte Machbarkeitsstudie für das umbenannte Vara Mada-Projekt (vormals Toliara). Die Zahlen haben es in sich:

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  • Kapitalwert (NPV): 1,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 80 Prozent gegenüber der Vorstudie
  • Interne Rendite (IRR): 24,9 Prozent
  • Neuer Produktzweig: Neben Titan und Zirkon soll künftig auch Monazit gefördert werden, ein Rohstoff für Seltene Erden

Das Monazit aus Madagaskar soll zur White Mesa Mill in Utah transportiert und dort zu Seltenerd-Oxiden verarbeitet werden. Damit würde Energy Fuels eine eigene Lieferkette für kritische Rohstoffe außerhalb Chinas aufbauen – ein strategischer Vorteil in Zeiten geopolitischer Spannungen.

Uran bei 82 Dollar – Sektor unter Druck

Der Uranpreis notiert aktuell bei rund 82 Dollar pro Pfund, dem höchsten Stand seit zwei Monaten. Dennoch gerieten Uran-Aktien am Freitag branchenweit unter Verkaufsdruck. Bei Energy Fuels wechselten Papiere im Wert von 280 Millionen Dollar den Besitzer – ein ungewöhnlich hohes Volumen, das auf Gewinnmitnahmen institutioneller Investoren hindeutet.

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 4,41 Milliarden Dollar. Allein das Vara Mada-Projekt trägt nun rechnerisch 1,8 Milliarden dazu bei – ohne die bestehenden Uranminen in den USA einzurechnen.

Umsetzung als Lackmustest

H.C. Wainwright sieht die Aktie offenbar deutlich unterbewertet. Ob sich das Kursziel von 26,75 Dollar realisieren lässt, hängt maßgeblich davon ab, ob Energy Fuels die Seltenerd-Lieferkette zwischen Madagaskar und Utah wie geplant hochfahren kann. Die technische Machbarkeit ist belegt – nun geht es um die operative Ausführung.

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