Energy Fuels sorgt an der Börse derzeit für Furore. Nach einem beeindruckenden Lauf von über 60 Prozent in den letzten 30 Tagen legte das Papier am Montag weiter zu, getrieben von einer vielversprechenden Machbarkeitsstudie für ein riesiges Rohstoffprojekt in Madagaskar. Während die operativen Zahlen glänzen und die Uranproduktion die Erwartungen schlägt, bleibt jedoch ein geopolitisches Restrisiko bestehen, das Anleger nicht ignorieren sollten.

Enormes Potenzial in Madagaskar

Der zentrale Auslöser für die jüngste Euphorie ist das Projekt "Vara Mada" (ehemals Toliara). Die kürzlich veröffentlichte Studie skizziert ein Vorhaben mit massiver wirtschaftlicher Tragweite: Das Unternehmen rechnet mit einem Kapitalwert (NPV) von 1,8 Milliarden US-Dollar nach Steuern und einem jährlichen EBITDA von rund 500 Millionen US-Dollar. Geplant ist eine Minenlaufzeit von zunächst 38 Jahren, um Titan, Zirkon und Seltene Erden zu fördern.

Diese Zahlen verdeutlichen, warum der Markt so positiv reagiert. Das Projekt könnte die finanzielle Dimension des Unternehmens grundlegend verändern. Doch das Potenzial kommt nicht ohne Hürden. Berichten zufolge verhandelt Energy Fuels derzeit mit der neuen Regierung Madagaskars unter Oberst Michaël Randrianirina. Zwar signalisiert die Politik Offenheit für Investitionen, doch die endgültige Investitionsentscheidung hängt von der Fixierung stabiler steuerlicher Rahmenbedingungen und Genehmigungen ab.

Kerngeschäft übertrifft Prognosen

Abseits der Zukunftsmusik in Afrika liefert das Kerngeschäft solide Ergebnisse. Die Uranproduktion für 2025 übertraf mit über 1,6 Millionen Pfund die eigene Prognose deutlich. Dieser operative Erfolg wird durch neue langfristige Lieferverträge mit US-Versorgern untermauert, die bis ins Jahr 2032 reichen.

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Angesichts der Pläne der US-Regierung, die Nuklearkapazität bis 2050 zu verdreifachen, positioniert sich das Unternehmen mit seinen Minen Pinyon Plain und La Sal strategisch günstig. Energy Fuels beweist damit, dass es die steigende Inlandsnachfrage bedienen kann, was in einem politisch geförderten Marktumfeld ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist.

Analysten uneins über Bewertung

Die raskante Kursentwicklung spaltet jedoch die Expertenlager.
* Die Optimisten: H.C. Wainwright bestätigte am 10. Januar die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 26,75 US-Dollar. Hier liegt der Fokus auf dem langfristigen Cashflow-Potenzial von Vara Mada und der strategischen Bedeutung der US-Lieferkette.
* Die Skeptiker: Roth Capital hingegen warnte Ende Dezember mit einem Kursziel von nur 11,50 US-Dollar vor einer Überhitzung. Kritiker verweisen auf die hohe Bewertung mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 37, das bereits ein perfektes Szenario für Projekte einpreist, die noch Jahre von der vollen kommerziellen Nutzung entfernt sind.

Die Aktie notiert aktuell bei 19,26 US-Dollar und nähert sich damit wieder ihrem 52-Wochen-Hoch von 22,59 US-Dollar an.

Für den weiteren Trend sind nun zwei konkrete Faktoren ausschlaggebend: Der erfolgreiche Abschluss der Steuerverhandlungen in Madagaskar und der weitere Ausbau der Trennungskapazitäten für Seltene Erden in der White Mesa Mill. Bis hier politische und operative Klarheit herrscht, dürfte die Volatilität der Aktie hoch bleiben.

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