Energiekontor meldet kurz vor dem Jahreswechsel den Verkauf zweier Windparkprojekte in Deutschland – und setzt damit einen deutlichen Schlusspunkt unter das Geschäftsjahr 2025. Für den Projektentwickler ist der Deal mehr als nur ein weiterer Verkauf: Er zeigt, wie gut es gelingt, die Pipeline in konkrete Erlöse zu verwandeln. Spannend ist dabei auch der Blick auf den Kurs, der sich zuletzt spürbar erholt hat.

Deal zum Jahresende: Projekte werden zu Kasse gemacht

Energiekontor hat zwei Onshore-Windparkprojekte in Deutschland mit einer Gesamtnennleistung von rund 93 Megawatt an die österreichische illwerke vkw veräußert. Mit dem Käufer besteht bereits eine bewährte Geschäftsbeziehung: illwerke vkw hatte 2021 den Windpark Völkersen von Energiekontor übernommen und baut diese Position nun weiter aus.

Der jetzt gemeldete Verkauf wurde noch vor dem Jahreswechsel vereinbart und markiert damit einen operativ starken Abschluss des Jahres 2025. Laut Vorstandschef Peter Szabo kommt das Unternehmen auf:

  • Sieben abgeschlossene Projektverkäufe im Geschäftsjahr 2025
  • 14 sogenannte Financial Closes
  • Rund 93 Megawatt Nennleistung beim aktuellen Doppeldeal
  • Fortsetzung einer bestehenden Partnerschaft mit illwerke vkw

Die Botschaft an den Markt: Energiekontor entwickelt nicht nur Projekte, sondern bringt sie auch planmäßig über die Ziellinie – ein zentraler Punkt für Geschäftsmodell und Bewertung. Besonders im kapitalintensiven Bereich der Windparkentwicklung ist die Fähigkeit, Projekte erfolgreich zu verkaufen, ein wesentlicher Nachweis operativer Stärke.

Operative Stärke als Kernbotschaft

Der Vorstand stellt klar, dass der Jahresabschluss die Durchschlagskraft der Projektpipeline belegt. Insgesamt sieben Projektverkäufe und 14 Financial Closes innerhalb eines Jahres unterstreichen, dass sich die Entwicklungsaktivitäten in konkrete Verträge und Cashflows übersetzen lassen.

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Für Investoren ist das entscheidend: Nur wenn Projekte nicht im Planungsstatus steckenbleiben, sondern tatsächlich verkauft oder in den Eigenbestand überführt werden, entsteht messbarer Wert. Der aktuelle Deal mit illwerke vkw fügt sich hier nahtlos ein und stärkt zugleich die Rolle von Energiekontor als verlässlichem Partner im europäischen Windsektor.

Kursbild: Erholung im Abwärtstrend

Charttechnisch zeigt die Aktie ein gemischtes, aber zuletzt freundlicheres Bild. Nach einer längeren Abwärtsphase seit Oktober 2025 hat sich der Kurs spürbar gefangen. Heute notiert die Aktie bei 38,00 Euro und liegt damit über dem gestrigen Schlusskurs von 36,55 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen ergibt sich ein Plus von rund 4 %, in den letzten 30 Tagen sogar von gut 11 %.

Wichtige technische Marken im Überblick:

  • Aktueller Kurs: 38,00 Euro
  • 50-Tage-Durchschnitt: 35,21 Euro (Aktie rund 8 % darüber)
  • 200-Tage-Durchschnitt: 41,38 Euro (Aktie rund 8 % darunter)
  • 52-Wochen-Hoch: 61,80 Euro
  • 52-Wochen-Tief: 30,95 Euro

Damit hat sich der Titel deutlich vom 52-Wochen-Tief nach oben abgesetzt, notiert aber weiterhin klar unter dem Jahreshoch. Die kurzfristige Aufwärtsbewegung steht also einem noch intakten übergeordneten Abwärtstrend gegenüber.

Auffällig ist zudem der sehr niedrige RSI (14 Tage) von 20,8. Ein solcher Wert signalisiert in der technischen Analyse meist eine überverkaufte Situation, in der zumindest eine Gegenbewegung nach oben nicht überrascht – was mit der jüngsten Erholung zusammenpasst.

Fazit: Solider Abschluss, aber noch Luft nach oben

Operativ beendet Energiekontor das Geschäftsjahr 2025 mit einem klaren Ausrufezeichen: Sieben Verkäufe und 14 Financial Closes zeigen, dass die Projektpipeline arbeitet und sich in Verträge ummünzen lässt. Der aktuelle Doppelverkauf über rund 93 Megawatt an illwerke vkw stützt dieses Bild und stärkt zugleich eine bestehende Partnerschaft.

An der Börse spiegelt sich diese Stärke bislang nur teilweise wider. Zwar hat sich der Kurs zuletzt erholt und notiert über den wichtigen kurzfristigen Durchschnitten, der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch bleibt jedoch deutlich. Entscheidend wird in den kommenden Monaten sein, ob Energiekontor das Tempo bei Projektabschlüssen halten oder steigern kann – dann hätte die Aktie aus heutiger Sicht charttechnisch noch einiges an Aufholpotenzial in Richtung der langfristigen Durchschnitte.

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