Die Energiekontor Aktie zeigt sich am Freitag im Xetra-Handel bei 38,35 Euro leicht schwächer. Nach einer volatilen Woche mit Gewinnmitnahmen im Erneuerbare-Energien-Sektor richtet sich der Fokus nun auf die operative Umsetzungskraft des Bremer Projektentwicklers. Kann das Unternehmen seine jüngsten Verkaufserfolge fortsetzen und sich vom schwächelnden Branchenumfeld absetzen?

Die wichtigsten Faktoren im Überblick:
- Erfolgreicher Verkauf von 93 MW Windparkprojekten an illwerke vkw AG am 21. Januar
- Aktienrückkaufprogramm läuft weiter: 33.750 Aktien bereits zurückgekauft
- DZ Bank stuft mit "Kaufen" und Kursziel 49 Euro ein
- Konkurrent PNE musste Gewinnwarnung aussprechen

Verkaufserfolg als Stärkezeichen

Der am 21. Januar gemeldete Deal mit der illwerke vkw AG unterstreicht die Monetarisierungsfähigkeit von Energiekontor. Mit zwei Onshore-Windparkprojekten von insgesamt rund 93 Megawatt demonstriert das Management, auch in einem anspruchsvollen Zinsumfeld Großprojekte erfolgreich zu veräußern. Für die Jahresziele 2026 ist entscheidend, ob weitere Transaktionen dieser Größenordnung folgen können.

Das Aktienrückkaufprogramm bleibt ein stützender Faktor. Zwischen dem 19. und 23. Januar erwarb das Unternehmen weitere 1.306 Aktien. Insgesamt summieren sich die Rückkäufe seit Programmstart auf 33.750 Stück – ein Signal des Managements für die eigene Bewertungseinschätzung.

Relative Stärke im Sektor

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Während der Wettbewerber PNE Mitte Januar eine Gewinnwarnung aussprechen musste und das EBITDA-Ziel für 2025 wegen Wertberichtigungen in Auslandsprojekten senkte, konnte Energiekontor operative Stabilität demonstrieren. Diese Divergenz führt dazu, dass institutionelle Anleger selektiver vorgehen und Unternehmen bevorzugen, die ihre Projektpipeline nachweislich monetarisieren können.

Ein überdurchschnittliches Windaufkommen im Januar dürfte sich zudem positiv auf das Segment "Stromerzeugung in eigenen Windparks" auswirken.

Analysten sehen Potenzial

Die DZ Bank hat am 19. Januar die Coverage mit "Kaufen" und einem fairen Wert von 49 Euro aufgenommen. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 29 Prozent zum aktuellen Kursniveau. Ob weitere Institute ihre Bewertungen anpassen, bleibt abzuwarten.

Ohne neue Belastungsfaktoren aus dem Unternehmen selbst steht die erfolgreiche Fortsetzung der Projektverkäufe im Mittelpunkt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Energiekontor weitere Deals präsentieren und damit die Bodenbildung nachhaltig untermauern kann.

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