Nach Monaten der Kurskorrektur sendet Energiekontor gleich zwei positive Signale an den Markt. Der Projektentwickler meldete nicht nur einen signifikanten Verkaufsabschluss kurz vor Jahresende, sondern erhielt auch Unterstützung von Analystenseite. Kann der SDAX-Titel damit die Trendwende einleiten und die klaffende Bewertungslücke schließen?

  • Großauftrag: Verkauf von zwei Windparks mit 93 MW Gesamtleistung an illwerke vkw.
  • Analysten-Lob: DZ Bank startet Coverage mit Kaufempfehlung.
  • Marktreaktion: Aktie reagiert mit Kursaufschlägen auf die Nachrichtenlage.

Strategischer Verkauf sichert Jahresziele

Der Wind- und Solarparkbetreiber hat den Verkauf der niedersächsischen Windparkprojekte Haberloh und Heidkrug finalisiert. Käufer ist der österreichische Energieversorger illwerke vkw, mit dem bereits eine Geschäftsbeziehung bestand. Das Paket umfasst eine Nennleistung von rund 93 Megawatt, verteilt auf 13 Vestas-Turbinen.

Für Energiekontor ist dieser Deal von zentraler Bedeutung: Es handelt sich um den siebten erfolgreichen Verkauf im Geschäftsjahr 2025. Damit untermauert das Unternehmen seine operative Planbarkeit und bestätigte Ende Dezember die EBT-Prognose von 30 bis 40 Millionen Euro. Energiekontor bleibt auch nach der Transaktion für die technische und kaufmännische Betriebsführung zuständig, was wiederkehrende Einnahmen sichert.

Analysten sehen Unterbewertung

Parallel zur operativen Meldung sorgt eine neue Einschätzung aus der Finanzbranche für Aufsehen. Die DZ Bank hat die Beobachtung der Aktie aufgenommen und empfiehlt den Titel zum Kauf. Das ausgegebene faire Wertziel liegt bei 49 Euro.

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Marktbeobachter werten dies als weiteres Indiz dafür, dass die Aktie fundamental günstig bewertet sein könnte. Der durchschnittliche Konsens der Analysten liegt mit 85 Euro sogar noch deutlich höher. Trotz der Diskrepanz zwischen Kurs und Zielen zeigt die Aufnahme der Coverage, dass das institutionelle Interesse am Unternehmen wächst.

Charttechnik und Bewertung

An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen, der Schlusskurs gestern lag bei 36,55 Euro. Dennoch bleibt das charttechnische Bild herausfordernd: Auf Jahressicht steht ein Minus von über 17 Prozent zu Buche, und der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 61,80 Euro beträgt immer noch rund 40 Prozent.

Interessant ist jedoch die aktuelle Überverkauft-Situation. Der RSI (Relative Strength Index) notiert bei extrem niedrigen 20,8 Punkten, was häufig auf eine mögliche Gegenbewegung hindeutet. Unterstützt wird der Kurs zudem durch das laufende Aktienrückkaufprogramm, in dessen Rahmen das Unternehmen kontinuierlich eigene Anteile vom Markt nimmt.

Das Management hat mit dem erfolgreichen Jahresendspurt geliefert. Nun richtet sich der Fokus auf die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob das Unternehmen den positiven Newsflow bis zur Veröffentlichung der Quartalszahlen am 13. Mai aufrechterhalten kann.

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