Einem winzigen Jahresumsatz von einer Viertelmillion Euro steht plötzlich eine Umsatzprognose von bis zu 55 Millionen Euro für das Folgejahr gegenüber. Das Hamburger KI-Robotikunternehmen Circus SE präsentiert für 2025 Zahlen, die eine gewaltige Lücke zwischen operativer Gegenwart und den Ambitionen des Managements offenbaren. Anleger reagieren auf dieses Ungleichgewicht mit unmissverständlicher Skepsis.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Entwickler von autonomen Kochrobotern lediglich 0,25 Millionen Euro. Gleichzeitig türmte sich der Betriebsverlust auf 14,94 Millionen Euro auf. Für das laufende Jahr 2026 ruft das Management nun ein extremes Wachstum aus. Die Erlöse sollen auf 44 bis 55 Millionen Euro in die Höhe schnellen. Getragen werden soll dieser Sprung durch die Auslieferung des Flaggschiff-Produkts CA-1 sowie steigende Software-Einnahmen. Das Fundament dieser optimistischen Schätzung bilden über 8.000 Vorbestellungen. Bislang haben sich diese Absichtserklärungen allerdings kaum in zahlungswirksame Aufträge verwandelt.

Frustrierte Anleger und mutige Insider

An der Börse fällt die Reaktion auf die ambitionierten Pläne vernichtend aus. Gestern rutschte der Titel auf exakt 6,22 Euro ab und markierte damit ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat sich der Börsenwert der Papiere mit einem Minus von rund 48 Prozent nahezu halbiert. Der gewaltige Abstand von über 54 Prozent zur 200-Tage-Linie illustriert den intakten Abwärtstrend eindrucksvoll.

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Interessanterweise nutzt die Unternehmensführung das gedrückte Kursniveau für eigene Zukäufe. Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins sowie das direkte Umfeld des CEOs griffen in den vergangenen Wochen beherzt zu.

Pilotprojekte als Bewährungsprobe

Ob die ehrgeizige Umsatzprognose jemals Realität wird, entscheidet sich an der operativen Front. Drei konkrete Pilotprojekte müssen nun beweisen, dass der Roboter im industriellen Alltag funktioniert:

  • REWE: Achtmonatige Testphase des Konzepts in Düsseldorf.
  • Mercedes-Benz: Kantinen-Einsatz am Standort Sindelfingen ab Sommer 2026.
  • Bundeswehr: Versorgungsvertrag seit Januar 2026 sowie ein Abkommen über bis zu 25 Systeme für ukrainische Streitkräfte.

Zusätzlich soll ab dem ersten Quartal ein neues Leasing-Modell in Kooperation mit der LBBW-Tochter MMV starten. Dies wandelt die hohen Anschaffungskosten für Kunden in planbare Betriebsausgaben um und soll die Vertriebshürden senken.

Die kommenden Monate zwingen Circus SE zum ultimativen Realitätscheck. Gelingt die planmäßige Auslieferung an Mercedes-Benz im Sommer und liefert der REWE-Pilot belastbare Daten für einen breiteren Rollout, erhält die Umsatzprognose erstmals ein solides Fundament. Verzögern sich diese Meilensteine jedoch, droht der Aktie mangels operativer Substanz ein weiterer Ausverkauf.

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