Eli Lilly verzeichnet starkes Umsatzwachstum durch GLP-1-Medikamente, doch hohe Kosten und Gewinnkorrekturen drücken auf die Aktienperformance.

Eli Lilly überzeugte im ersten Quartal mit einem kräftigen Umsatzsprung – doch die Freude der Anleger währte nur kurz. Während die Nachfrage nach den Blockbuster-Medikamenten Mounjaro und Zepbound weiter boomt, drückten hohe Forschungsausgaben und Sondereffekte auf die Gewinne. Warum die anfängliche Euphorie schnell in Enttäuschung umschlug, zeigt ein Blick auf die Details.

Rekordumsätze durch GLP-1-Präparate

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Der Pharmariese meldete für das erste Quartal einen Umsatzanstieg von satten 45% auf 12,73 Milliarden US-Dollar. Treiber dieses Wachstums waren vor allem die gefragten Diabetes- und Adipositas-Medikamente Mounjaro und Zepbound. Der Bruttomargen verbesserte sich leicht auf 82,5%, was die starke Positionierung der Produkte unterstreicht.

Doch der Erfolg hat seinen Preis: Die Marketingausgaben schnellten um 26% in die Höhe, während die Forschungs- und Entwicklungskosten weiter auf 2,73 Milliarden US-Dollar stiegen. Besonders ins Gewicht fielen zudem Sonderbelastungen von 1,72 US-Dollar pro Aktie durch die Übernahme des PI3Kα-Inhibitor-Programms von Scorpion Therapeutics.

Pipeline zeigt Fortschritte

Neben den aktuellen Verkaufsschlagern setzt Eli Lilly weiter auf Innovation:

  • Der orale GLP-1-Agonist Orforglipron schloss erfolgreich eine Phase-3-Studie bei Typ-2-Diabetes ab – die erste von sieben geplanten Zulassungsstudien für dieses vielversprechende Präparat.
  • Auch in den Bereichen Onkologie und Immunologie gab es Fortschritte bei der Pipeline.

Doch die Frage bleibt: Können diese zukünftigen Produkte das derzeitige Wachstumstempo halten?

Ernüchterung an der Börse

Trotz der soliden Umsatzzahlen reagierte der Markt enttäuscht: Die Aktie verlor am Freitag über 8% an Wert. Der Grund?

Zum einen senkte das Management die Jahresprognose für den bereinigten Gewinn pro Aktie auf 20,78 bis 22,28 US-Dollar – eine deutliche Korrektur gegenüber früheren Erwartungen. Zum anderen könnte die Nachricht über die bevorzugte Stellung von Konkurrent Novo Nordisk bei einem großen Apothekenbetreiber die Zukunftsaussichten für Zepbound trüben.

Für Anleger bleibt es spannend: Während die Produktpipeline vielversprechend ist, müssen die hohen Investitionen in Forschung und Marketing erst noch Früchte tragen. Der jüngste Kursrutsch zeigt – starke Umsätze allein reichen nicht, wenn die Margen unter Druck geraten.

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